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25 Wer zählt die Meister in der Gaunerzunft,
Die rings erwachsen, — von gemeinem Stamm,Doch wie Tyrannen grimm? Denn was bisherDie Welt entsetzt als toller Herrscher Tat,— Als Sullas Frevel, Neros Wahn — gedeiht
30 In jedem Sumpfe! So, in breitem Strome,Ergofs sich Asiens Laster auf dies Land!Und wir, die Herde, die des Schlächters harrt, —Verfallen dieser gicr'gen Wölfe Zahn, —Wir folgen unsern Herrn, denn zu gebieten
35 Auch dieser Welt, das haben schon vor altersDie grofsen Kirchenfürsten sie gelehrt! —Gefährlich ist ein lauter Schmerzenssehrei,Und ungehört verhallt gerechte Klage.Der Kummer selbst ist strafbar; in der Brust
40 Verschliefst er sich und weint geheime Tränen.0 traute Muse, öffne jedes Segel,Setz' alle Ruder ein und lals uns fliehnAus diesem wilden Meer der Leidenschaft!Lafs wandern uns des Friedens Pfad, lals uns
45 Des Lebens buntes Bild besingen, uns
Das Volk besingen und sein wechselnd Mühn! — •
Doch ohne Schaden kränkt man dieses Volk,Und tausend Fehden, tausend Kämpfe kämpft'sAuf tausend Wegen, und der gleiche Wahn
50 Beherrscht es ohne Unterschied. Wie baldWird jeder Wald verschlagne RänkeschmiedeAus seinem Holze schnitzen; jeder BuschVon seinen Dornen Piatos Weisheit ernten,Aus jeder Grotte Cicero hervorgehn,
55 Von jeder Alpe sich ein DädalusEmpor zum Himmel schwingen!
Steht es soIm stillen Lande, ist's ein Wunder dann,Wenn in dem Volksgetümmel Wirrwarr herrscht,Die Stadt ein labyrinthisch Irrsal wird? —
60 Wenn uns der trübe Anblick niederdrückt,Wenn er der Seele holden Frieden stört,