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Franz Petrarcas poetische Briefe
Entstehung
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Drittes Buch.

1. Der Dichter als Landmann.

(An Giovanni da Colonna.)Hast du vom Grenzstreit mit dem Volk der Nymphen,Den ich energisch führe, schon vernommen?Schroff ragt des Berges zackig Haupt gen HimmelUnd bietet Sturm und Regenschauern Trotz;

5 An seinem Fufse sprudeln Quellen, liegt

Der Nymphen stolzes Reich. Mit leisem RauschenEntspringt der Sorgue klarer, kühler Quell,Dem Aug' ein Wunder. Wie er mächtig strömt,Wie lieblich durch krystallne, kühle Wogen

10 Das helle Grün smaragdner Kiesel leuchtet!')Hier fiel ein dürft'ger, steinbesäter AckerMir zu und ward des Krieges erster Anlafs^

Als Mitbewohner wünscht' ich in des TalesBequemer Ruh die lang verbannten Musen;

15 Hier könnten sie den Lärm der rohen Menge,Ihr wildes Treiben ungestört verachten.Allein die Nymphen schalten's argen Frevel,

« Seinem in Avignon residierenden Freunde, dem Cardinal Colonna,

oluse nebst der Grotte und der Qu eile der Sorge einznricht

Bemühungen, a* Fufse des Wasserfelbeto .£*** J^a« ^

unter dem Bilde eines Krieges » WW "P ausgezeichnet. Ab-

durch glückliche Mischung von Humor und urasi au efassungszeit vermutlich 1346.