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Vier Säulen noch, wie durch des Himmels Wunder,In ihrer Farben buntem Glanz. AlleinAuch sie bedroht das Ende; sie erwarten,
310 Dafs du sie rettest; andre tun es nicht.
0 sei barmherzig! Lals kein stolzes SchlofsDen schmucken Bau aus deiner Gunst verdrängen!Wohl dient das ganze Himmelreich dem Herrn,Wohl weist die Bahnen er dem Heer der Sterne,
315 Doch auch die Erde trifft sein Blick, und nicbts,So klein es sei, entgeht dem Gottesauge.Er denkt des Orts, wo seine Wiege standIn dieser Welt, — wo ihm der See gehorchte,Der ruhelose, und der feste Stein
320 Und Luft und Feuer. — Zu des Himmels Stufen,Zur höchsten Staffel stiegest du empor, —0 wahre dir das weiche Herz! Es schenkte
Dir deinen Namen, hob zum Himmel dich.-------
Vom höchsten Throne scbaut zum Aventin
325 Der Heiland, auf des Tempels morsches DachUnd bittet: hilf dem halbverfallnen Bau! 1 )Wo gibt's ein Ende? So viel Gotteshäuser,So viel Paläste sind, — so vielen WundenEntströmt mein Blut. Die Mauern, hingesunken,
330 Gestürzt bald hier, bald dort, sie zeigen kläglichDen Überrest von einer Riesenstadt,Und wer sie sieht, kann nicht den Tränen wehreu.0 hilf der Not! Du, der ja alles kann!Dem wir allein das Heil verdanken! Sieh
335 Der Witwe Jammerlos barmherzig an. —
Zum Schlul's noch eine Bitte. Lafs das JahrDas heil'ge, das der Welt zum Segen dient,In kürzern Fristen wiederkehren; lafsDen Trank des Heils den Kranken offen stehn,
340 Der Schuld die Gnadenhoffnung nahe sein;
Und wird die See von wildem Sturm gepeitscht,So sei der Hafen nahe den Verschlagnen,
x ) Nach Kossetti, annotat. 20 ist die an einem Abhänge des Aventingelegene alte Kirche S. Balbina gemeint.