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Doch hattest einst du meinen Anblick gernUnd sehntest dich nach mir! — So galt dein LiebenNicht deiner Gattin, nur des andren Weib?So liebt der Pöbel; was ihm unerreichbar,245 Begehrt er heifs, gibt preis, was er besitzt,
Und lobt und tadelt, schmäht und huldigt launisch.Doch du denkst anders, nie verleiht NaturGemeinen Sinn den großen Männern! — Auf!Verschiebe nicht den schönen Freudentag,250 Der mich mit dir vereint, der Ruhe mir,Der Segen bringt, der alle Leiden endet
Dem Land Italia und aller Welt.-------
Und will's das Schicksal nicht, - ach, segne michNur aus der Ferne, denke treulich mein!255 Manch hoher Tempel sinkt in Schutt und Moder,Der Schlösser arg geborstne Mauern wanken,Sie drohen schweren Sturz, wenn du nicht hilfst.Nur schwache Spuren sind gerettet nochVon meiner Schönheit, all mein Reiz ist hin.260 Kaum kennt in mir die Weltberühmte wiederWer noch mich anschaut, - so entstellte michBeständ'ge Mühe, langes Leiden, TrauerUm mein verlassnes, gattenloses Haus.Doch ungebeugt ist meiner Hoheit Würde!265 In stolzen Steinen redet sie zur Nachwelt.
Die Welt bezeugt's, sank alles gleich in Staub.Ein Tempel, Sankt Johannes einst geweiht, 1 )Gleich seinem Namensvetter, mir so wert,Er sank dahin in böser Feuersbrunst.270 (- 0 Schmerz, o Jammer, dals als Waffe dientDes alten Heiligtumes Schmuck!) - Schon langstMilsachtet liegt der Bau. 0 bringe Hilfe!Auf heil'gem Boden lagert tiefer Schnee0 duld' es nicht! Die Wand zerbröckelt, - lals
• •„ Tatonnn die Mutter und das Haupt0 Die Kirche San Giovanni in^Lateranc„du, >aller Kirchen", war 1808 abgebrannt C»V Ste ^^
Giotto malte sie aus. Sie ist Johannes dem Linier gewdem Evangelisten.