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1 (1896) Süddeutschland
Entstehung
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279
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Der Personllltredit des ländlichen Kleingrundbesitzes in Württemberg. 279

teiligt sind, so sind auch diese insofern beinahe ausschließlich den Grund-besitzern zuzurechnen, da, wie oben ausgeführt, 31,6 °/o der Landwirtschafttreibenden Bevölkerung diese nur im Nebenberuf ausübt. Die weiterbeteiligten Schultheißen, Pfarrer, Schullehrer, Beamte bilden nur eineVerhältnismäßig kleine Zahl der Mitglieder; ihr Anschluß an die Dar-lehenskassen-Vereine geschieht meist nur, um die Arbeit auf diesem fürdie sociale Entwicklung so wichtigen Gebiet zu fördern.

Die Mittel zur Kreditgewährung weiden in verschiedenerWeife aufgebracht. Nur in einzelnen Darlehenskassen-Vereinen werdenregelmäßige obligatorifche Einlagen der Mitglieder eingezogen (Zwangs-fparkassen). In den meisten Fällen dagegen genügen die normalen Geld-quellen der Darlehenskassen. Als solche sind anzusehen die Depositen derMitglieder, welche meist zu 3"/» angenommen weiden, bei einzelnen Ver-einen aber zu 2 und 2^2°/«, und die Anlehen, welche von Mitgliedernund von anderen Personen am Sitz des Vereins und in der Umgegendaufgenommen werden. Für diefe Anlehen ist, wie aus der folgenden Tabellehervorgeht, der Zinsfuß in den einzelnen Vereinen verschieden; zugleichist aus der Tabelle zu ersehen, daß der Zinsfuß feit 1885 zurück-gegangen ist.

Zinfuß

1885

1894

fürAnlehen

Zahl der Dar-lehenskassen-Vereine

Prozentsatz

der

Vereine

Zahl der Dar-lehenskassen-Vereine

Prozentsatz

der

Vereine

' °/°

«/«

°/o

3

1

1

32

5,6

3'/4

1

1

15

2,6

I'/2

6

5

114

19,9

3>

2

2

73

12,8

4

6?

60

324

56,6

4'/4

11

10

12

2,1

4'/2

23

20

2

0,4

5

1

1

0

0,0

Der Zinsfuß für Anlehen betrug fomit bis zu 4"/oim Jahre 1885 bei 77 Vereinen -^ 68,7"/«,im Jahre 1894 .558 - ^ 97,5°/°.Über 4"/« bezahlten für ihre Anlehen