Die pfälzischen Kreditgenossenschaften. 241
der Geldausgleichstelle, um Cessionen zu machen, könne nur in Aus<nahmsfällen den Zwecken der Spar- und Darlehenskassen dienlich sein.Der Umsatz bei der Geldausgleichstelle war:
Soll Haben
Mark. Märt.
Umsatz 1893:.......154044 135934
Saldo ult. 1893......60 400 43000
Umsatz 1894:.......855560 686986
- 1.1./23 III 1895 . . . 180 835 344 700
- 23.111/24 VI 1895 . . . 339 870 260 283
Der Verkehr der einzelnen Kassen mit der Geldausgleichstelle ist fürdas Jahr 1893 aus der Tab. II ersichtlich. Für das Jahr 1894 kanndie Statistik noch nicht gegeben weiden. Wie ich höre, giebt es Vereine,die stets nur Schuldner, und solche, die stets nur Gläubiger sind. Diemißbräuchliche Heranziehung von Kapitalien durch Vereine wird im Laufeder Zeit Wohl sich mindern, sie ergiebt sich für die leitenden Persönlich-keiten aus den geschäftlichen Übersichten und auch bei den Revisionenkann darauf hingewiesen werden.
8 23. Die pfälzischen Kreditgenossenschaften. (Schulze-Delitzsch-
Vereine.)
1. a. Sie sind sämtlich eingetragene Genossenschaften mit unbefchränkterHaftpflicht.
o. Zweck: Einerseits Beschaffung der in Gewerbe und Wirtschaftnötigen Geldmittel, anderfeits Fruktifizierung müßiger Gelder undSpargelder.
2. Der Vorstand besteht meist aus 3, bei kleineren Vereinen auch aus2 Mitgliedern.
3. Der Aufsichtsrat besteht, soweit angegeben, meist aus 9 Mitgliedern,in einem Falle aus 7, in einem Falle aus 11.
4. Nebenstellen sind nirgends vorhanden.
5. Der Kassenbezirk ist statutarisch Wohl nirgends begrenzt, thatsächlichbeschränkt sich die Wirksamkeit aber meist auf den zugehörigenKanton.
6. Die Mittel zur Kreditbefriedigung werden zum weitaus größtenTeile, abgefehen von den Geschäftsanteilen und Reserven, aus Depo-fiten, Spargeldern und dem Kontokorrentverkehr geschöpft, die An-schriften b. V. f. S°ci»lpol, — Peisonllltiedit. 16