Druckschrift 
1 (1896) Süddeutschland
Entstehung
Seite
205
Einzelbild herunterladen
 

Allgemeine Besitz- und ErwerbsverlMniffe in der Pfalz.

205

Fällen Parzellierungen der Güter stattfinden, doch ist die Beobachtunginteressant, daß strichweise, ja selbst in einer einzelnen Gemeinde einesKantons die Güter in hergebrachter Weise geschlossen bleiben. DieGrüßenverhältnisse der Betriebe in den einzelnen Bezirksämtern sind ausder folgenden Tabelle ersichtlich.

Von je 100 Betrieben treffen auf:

Bezirksämter

Kleinsteunter1 Ks,

Kleine110 K»,

Mittlere10100 K»,

Große über100 Im

Bergzabern . . .Frankenthal. . .Germersheim . .Homburg. . . .Kaiserslautern . .Kirchheimbolanden

Kusel .....

Lllndau . . . .Neustadt a. H.. .Pirmafens . . .Speier . . . .Zweibrücken. . .

Pf°lz .....

40.744.436.039.148.039.331.243.653.637.643.945.5

57.150.362.453.744.148.458.454,645.056.053.047.5

2.25.21.67.27.912.310.41.81.46.43.16.8

0.1

0.010.010.020.010.010.030.030.090.2

42.5

52.2

5.3

0.04

Nach übereinstimmenden Angaben in den Fragebogen bleiben dieGüter meist in den Händen der Eigentümer. Die statistische Aufnahmeim Jahre 1882 giebt 4900 Betriebe an, die ausschließlich aus Pacht«land bestehen,

darunter 4538 Betriebe mit weniger als 1 Im324 - Von 110 Im,30 - . 10100 Im,

8 , mit über 100 Im.Nur 4,6"/» der Betriebe bewirtschaften ausschließlich Pachtlandgegen 15,7°/« im Deutschen Reiche. Dagegen sind die Falle, in welchenneben eigenem Besitz auch Pachtland bewirtschaftet wird, sehr häufig.Mehr als die Hälfte Pachtland hatten 14 900, weniger als die Hälfte33 904 Betriebe. Es trägt hierzu Wohl in erster Reihe die Sitte bei,daß bei Todesfällen der Besitzer, die minderjährige Kinder hinterlassen,die Grundstücke so lange verpachtet werden, bis die Kinder großjährig