Allgemeine Besitz- und Erwerbsverhältnisse in der Pfalz. 203
Die Berufsstellung der landwirtschaftlichen Bevölkerung:
überhaupt
darunterErwerbs-tätige
Die Erwerbsthätigen
in prozentualer
Verteilung
M„l, Deutsches^°lz Reich
2. In der Landwirtschaft thätige
Familienangehörige ....
3. In der Landwirtschaft thätige
Knechte, Mägde u. s. w. . .
4. Landwirtschaftliche Tagelöhner m i t
selbständiger Landwirtschaft. .
5. Landwirtschaft!. Tagelöhner ohne
selbständige Landwirtschaft . .
6. Alle sonstigen Gehilfen ....
144686
77 889
18 09?
41488
24 8276 383
49 48375 01017 354
12 585
13 746
2 079
29.144.010.2
7.4
8.11.2
27.8
23.5
19.3
10.5
16.72.2
313370
170 25?
100.0
100.0
Hieraus ergiebt sich ein weiteres charakteristisches Moment für dieWirtschllftsverhältnisse der Pfalz, nämlich die große Anzahl der in derLandwirtschaft thätigen Familienangehörigen. Sie ist bedeutend höherals die der Selbständigen, 75 Tausend gegen 49^2 Tausend, währendim Reiche auf 2,29 Millionen Selbständige nur 1,93 Millionen solcherAngehörigen entfallen. In der Pfalz ist es althergebracht, daß die er-wachsenen Töchter und Sühne in dem elterlichen Haushalt bis zu ihrerVerheiratung verbleiben und in der Wirtschaft thätig sind; die Sühnekehren sogar nach ihrer Militärdienstzeit meist in das Elternhaus zurückund arbeiten dort weiter. Damit im Zusammenhang steht die verhält-nismäßig geringe Anzahl der landwirtschaftlichen Gehilfen, Knechte, Tage-löhner u. s. w. Auf 49 483 Selbständige kommen nur 45 764 Gehilfen(dagegen auf 2,29 Millionen im Deutschen Reiche über 4 MillionenGehilfen).
Aus obiger Übersicht, in Verbindung mit dem, was über die Land-wirte im Nebenberuf gesagt worden ist, läßt sich die Gesamtzahl derLandwirte annähernd feststellen. Es gehören dahin:
1. im Hauptberuf: die Selbständigen mit 49 483
und die landwirtschaftlichen Tage-löhner mit selbständiger Land-wirtschaft 12 585