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Zweites Kapitel.
und Gewerbetreibende, ausnahmsweise auch für Personen anderen Standesbestimmt sind.
Neben diesen Kreishilfstassen bestehen in vielen Distrikten nochbesondere Distriktshilfskassen, welche den gleichen Zweck verfolgen, unver-schuldet in Not geratene Landwirte und Gewerbetreibende durch Dar-lehen mit mäßiger Verzinsung und angemessenen Rückzahlungsfristen zuunterstützen.
Im rechtsrheinischen Bayern bestanden am Ende des Jahres 1893im ganzen 272 Sparkassen, darunter 39 Gemeindesparkassen in denunmittelbaren Städten, 102 in anderen Gemeinden und 131 Distrikts-sparkassen ^). Die Wirksamkeit der Sparkassen in den unmittelbarenStädten dürfte fast ausschließlich aus die städtische Bevölkerung sicherstrecken, in den Sparkassen der anderen Gemeinden und noch mehr inden Distriktssparkassen dürfte die ländliche Bevölkerung sowohl bezüglichder Einlagen wie der Darlehen das vorherrschende Element bilden. Inden einzelnen Regierungsbezirken bestehen folgende Sparkassen:
gemeindliche
distritnue
im ganzen
in Oberbayern
23
16
39
Niederbayern
11
22
33
Oberpflllz
15
14
29
Oberfranken
24
18
42
Mittelfranken
35
7
42
Untcrfranken
10
35
45
Schwaben
23
19
42
Unter den Regierungsbezirken hat Oberbayern verhältnismäßig diewenigsten, Oberfranken die meisten Sparkassen. Es trifft eine Spar-kasse auf
Regierungsbezirk
Einwohner
«Km
29 76920 21818 54913 60217 09013 73216172
428.8326.0
Obeipflllz ..........
Mittelfranken .........
333.2166.6180.3
186.7233 8
Vgl. Zeitschr. des Kgl. Bayer. Statist. Burean Jahrg. 1895 Heft 1 S. 1 ff.