Druckschrift 
Der hl. Suitbertus, Apostel des bergischen Landes : Festspiel mit 3 lebenden Bildern
Entstehung
Seite
5
Einzelbild herunterladen
 

zu wollen. Heute können wir zu unserer grösstenFreude bekennen, dass der Versuch wohl gelungen ist.Herr Obermeyer aber hat durch das von ihm gedichteteLied zur Gottesmutter am Schluss des 1. Bildes, wiedurch den von ihm stammenden Wechsel-Chor am Schlussdes 2. Bildes den Beweis geliefert, dass ihm auch dieDichtkunst kein fremdes Gebiet ist.

Mag auch die Kritik des Kunstkenners vielleichthier und da etwas auszusetzen haben, so verdient dochauf jeden Fall dies unbeschränkte Anerkennung, dassidealer Sinn und aufrichtige Liebe und Begeisterung fürunsere gute, hl. Sache die genannten Herren zu gemein-samer Arbeit angetrieben und das Festspiel: „Der hlSuitbertus, Apostel des bergischen Landes" geschaffenhaben. Möge denn auch die erste Aufführung desselbenbei Gelegenheit des 17. Congresses des Verbandes kath -kaufm. Vereinigungen die Mitglieder dieses Verbandeserfüllen mit begeisterter Liebe zu unserem hl katho-lischen Glauben, der allein vor dem verderblichenEinfmss des unsere Zeit beherrschenden Materialismuszu schützen und zu wahrhaft idealem Streben uns an-zutreiben vermag.

IL

Von Suitbertus Herkunft und Jugend ist unsZuverlässiges nicht bekannt. Was die Legende davonerzählt, klingt wunderbar, so namentlich der Traumseiner Mutter, der frommen Comtessa Bertha, die amnächtlich gestirnten Himmel einen Stern heller undgrösser als die Sonne erblickt habe, und die Erklärung,welche der hl. Aidan, Bischof von Lindisfarne, diesemTraumbild gegeben: Bertha, die Gemahlin des Grafen