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Neu-vermehrte Welperische Gnomonica, oder Gründlicher Unterricht und Beschreibung, wie man alle regulare Sonnen-Uhren auf ebenen Orten leichtlich aufreissen ... und ... kunstmässig verfertigen soll
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14
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Anhang

li. iluH.

35.5.

§37.

So aber ein grösseres Trieb als eines mit s vonnöthen ist/ weiln es concemrisch mit einem Rad ge-4) ^2 (isi bet / kan man ic» vor das Trieb und 40 vor das Rad nehmen / wie an der10)40(4 Seiten stehet.

Das Werck wird sich also in der Bewegung befinden / nemlich man macht das Trieb 10 ccm>cenmsch mit dem Zeiger-rad (das ist/ daß es sich mit demselben herumtrehe an einem Wellbaum)dieses Trieb io treibet das Rad 40/ welches Rad das Trieb 4 in seinem «nrro hat / das einenRing von 62 Zahnen herumführet / davon die obere Seite in 31 Tage eingetheilet ist.

Oder man kan / ohne daß man mit vielen Radern sich schleppen darff / eben diese Bewegungverrichten/ so man einem Ring in 32 oder 31 Tage eintheilet / und daran eben so viel Zahne/ vonder Figur/ wie diejenige imSteig-rad sind/machet/ davon einen in 24 Stunden ein Stefft in einemRad / das einmal in dieser Zeit herumgehet / vorwärts treibet. Dieses lst die gewöhnliche Art / sowohl in den Königlichen l^rpenäicui-Uhren als vielen andern Uhren / weil nun das gemein ist/werde ich nichts weiters davon melden.

§. 3. Eme Bewegung / welche des Monds Alter vorstelle/ zu berechnen.Der Mond vollendet seinen Lauff/ so daß er die Sonne mit einholet in 29 Tagen und ein kleinwenig über einen halben. Diese 29 5 Tage ( den kleinen Kxcel» hler nicht ansehend ) machen ; 9zwölff Stunden oder Umgange des Zeiger-rads / die in schickliche Quotienten müssen zertheilet wel-10) 59 (s/ 9. 4) 59 (14^ den/welche entweder 5/9/und l Q/wie in dem ersten Exempel/4) 42 (10 io) 40 (4 oder 14^ und 4 wie in dem andern Exempel an der Seiten

geben. So man nun ein Trieb von 10/ concenmsch mit dem Zeigerrad machet/ das jenes ein RadDon 40 (wie nach dem letzten Exempel) treibet/ welches Rad 4a em Trieb 4 treibet/ das dann ei-nen Ring/oder ein Rad von 59 Zahnen in 295 Tagen nur einmal herumführet/ welcher Ring end-lich in 29 i Theil kan getheilet / oder ein Zeiger / der auff einem so eingetheilten Circkel zeige / ge,macht werden.5.4. Kine Bewegung/ wie man den Tag eines Jahrs/ den Play der Sonnen in derLclipcic, der'Sonnen Auff-und Nleder-gang / oder sonst eine Bewegung auff emJahr oder 36s Tag lang piXlentiren möge/ zu berechnen.Die Zahl 36s gedoppelt giebt 73c» vor dieUmgänge des Zeigerrads in einem Jahr/ die dannin folgende (^uorienien tan zertheilet werden/ neml. 18? / ic>/ und 4 nach dem ersten Exempel/4)73d8i 4)73 (18 H oder 18?/8/und s/nach dem andern. Also daß ein Trieb4) 4c» (io 4) 32.(8 von s ein Rad von 2« treibet / welches dann wiederum mit

1») 20 (4 4) 2Q ( s einem Trieb von 4 ein Rad von 4" gehend macht / das dann

letztens mit einem Trieb von 4 ein Rad oder einen Ring von 7z herumführet/ den man alsdann inzwölff Monat und seine Tage oder m zwölff Zeichen und seine Grad eintheilet / oder darauff derSonnen Auff-und Niedergang Kc. beschreibet/ von welchem letzten einel'äbell in Herrn Ou^ntre»lli Opulcull5 zu finden.

5. s. wie man die wasiersZeir an einem See-Orr vorstellen könne.Dieses kan geschehen ohne viele Arbeit mit dem oben in §.3- bemeldlen Monds<-N«ng / der sichMl einen unbeweglichen Circkel/ so in 2 mal 12 Stund eingetheilet/ und wieder das Monds Altermit den Zahlen bezeichnet ist/ beweget.

So man nun solchen richten will daß er recht gehe / muß man an dem Ort/ wo man habenwill daß die Uhr dazu dienen möge/ finden/ in was vor einer Gegend des Himmels/ oder bey wasvor einem Punct des Kompasses, der Mond die Fluth mache/ und die Man? dieses l'untti vonNorden oder Suden in die Zeit verwandeln / doch daß man bey den Puncten gegen Norden undSuden 45 Zeit Minuten weniger setze. Zum Exempel bey der grossen Londischen Brücken ist die ge-meme Meynung daß das Wasser am höchsten wann der Mond gegen Nord?Ost/ oder Sud-Westensiehet/ welche Gegenden in dem^ompaK um 4 Puncten von Nord und Suden entfernet/oder mankan aus denen dazu berechneten Tabellen vernehmen wie viel Stunden verflossen als der Mond inSuden gestanden bis an die Zeit/ daß das Wasser am höchsten gewesen/ oder man findet um wasvor Zeit wann der Mond voll scc. das Wasser hoch / als bey vorbemeldten Brücken wird insgemeinsolches nach drey Stunden von des Monds Südlichen Stand an / oder bey 3 Stunden herum /wann der Mond in der Fülle Kc. gerechnet. So man nun den Tag des Neumonds auff die also ge-fundene Stund qestellet und ein kleinesZeichenMM zeigen beygefüget/ wird solches endlich die Stundwann das Wasser hoch ist andeuten.

Noch ein besserer Weg/ solche zu zeigen ist dieser/ so man ein Rad oder einen Ring/ der sichzweymal des Tages umtrehe/ und die Zeit so viel es immer möglich ist/ nach des Herrn klHmttecdzsichersten ^buliz halte/ machen lasset/ welches alles ich des Lesers weitern Nachdencken/ indeme esmehr curieux als nutzlich ist/ überlassen will.z. 6 Wie die Bewegungen der planeren/ die langsame Bewegung der Fixstern/ undder Sonnen ^puZZeum Kc. aus den Berechnungen/ Vorgestellet werden mögen.Indeme ich oben schon genug gesaget/ das Hieher kan »policiret werden/ und dieses nur einecunoNtät ist/ die selten in der?raxi vorkommet/ will ich den Leser nicht wetters damit beunruhigen/und mich in so viele Weitläufftiqkeit/ die wohl erfordert würde/ wann man von dleftn Bewegun-gen deutlich und vollkommentlich handeln wolle/ einlassen.

Nur soviel will ich überhaupt melden/ daß/ wann dieIahr von einer unter diesen Bewegun-gen bekandt sind/ man diese Zahl in (Quotienten zertheilen müsse/ so man haben will daß d<e Kcvo.lucion von der Bewegung ber Jahre äcpenckre/ die allbereit schon in der Bewegung/ und in obi-gen §. 4. beschrieben worden. Oder aber so man solche von dem Zeigerrad oder von den streichendesperpenaicul» wol« llcoenäiren lassen/ ist schon genug oben gesagt worden/ um diese maten«welter fort zu setzen.

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