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Neu-vermehrte Welperische Gnomonica, oder Gründlicher Unterricht und Beschreibung, wie man alle regulare Sonnen-Uhren auf ebenen Orten leichtlich aufreissen ... und ... kunstmässig verfertigen soll
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der Sonnen-Uhren.

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vielleicht ein zu grosser weisser Platz ohne Linien gelassen werde / dann solches zumTheil wider die Zierd streitet / zum Thell den Gebrauch hindert.

5. Soltu die vorhabende verjüngte Figur also in den Abriß bringen. Schnei,de ein Papier aus/ welches in der Lange und Breite/ dem verjüngten Maß nach/halte so viel / als der eingefaßte Platz an der vorhabenden Wand oder Maurnach dem grossen Maßstab haltet; dieses Papier lege in unserm Abriß ^ K d? l),und rucke dasselbige so lang auf und ab/ hin und wider/ biß daß du siehest/ daß alleStunden Linien darauss/ doch nicht zu eng / zusammen fallen: Ein solchen 3m,mhat das ausgeschnittene ablange Papier K 5 c; tt in der Figur ^ Ld I). Dannwann wir es naher zum ccnrro ^ ruckten/ so sielen die Stunden Linien gar zu na-he zusammen in das Nanum ttoroia^ii, ruckten wir es dann weiter herab undvom cenrro weg/ daß die Stunden Linien ab/ nenüich die I. und 8. welche ausser-halb der verjüngten Figur oder des ausgeschnittenen Papiers fallen würden/welcheswir dann auch nicht gern geschehen liessen: können derowcgen die Figur nicht wei-ters hinauf noch weiters herab rucken / sondern stehr also gar recht. Ziehe dero-wegen zwo Linien nach der Lange / als 1K und l^ ivl, und zwo nach der Breite / alsK tt, und ? c;, daß also ein verjüngte Figur beschlossen werde auf den Stunden-Linien / wie die an der Maur selbsten ist/ und thue das ausgeschnittene Papier hin»weg.

6. Der Figur?. 5 6« vier Seiten sollen eben auch also getheilt werden/wiedie Lini ^ L , und conle^ueurer die übrigen drey sind getheilt worden / welcheTheil leichtlich von denen gegen ihnen überstehenden parallel abgetheilten Linienkönnen abgetragen und in diese gebracht werden. Aus welcher Abtheilung wirleichtlich sehen können / durch welchen Schuh oder Zoll eine jede Stunden Lininach dem verjüngten Maß streichet/damit sie hernach in gleicher Proportion in dasgrosse Maß andic Wand mögegezeichnctwerden.

7. Mach ein viereckiges Stablein in der Länge als das vorhabende l^orolo-Zium werden soll / oder langer / und trage die Theilung oder Durchschnitt derStunden-Linien aus der verjüngten Figur im Abriß auf dieses Stablein ab / dochnicht nach der verjüngten/ sondern nach der grossen Proportion. Und demnach dieverjüngteFigur K5.(^^ vier Seiten hat/ und das Städlein auch vier/ so verzeich,ne die Puncten einer jeden Seiten der verjüngten Figur auf eine besondere Seitedes Stäbleins. Als auf die eine Seite die Puncten von L. gegen «. Auf die ander/die Puncten von e gegen 5. Auf die dritte / die Puncten von 5 gegen 6. Auf dievierdtc / die Puncten von (^ gegen l^.

8. Nimm dieses Stäblein / und halte eine jede Seite zu -ihrer verordnetenSeiten an der Maur / in der zuvor gemachten Einfassung / und verzeichne diePuncten daran / wie am Stäblein.

p. Ziehe allezeit zween Puncten/ so zu einer Stunden Lini gehören/ mit einer Linizusammen / so hast« die begehrte stunden - Linien.

l o. Den Zeiger soll man also aufrichten. Notire in der verjüngten Figur die""«Puncten / da die ^mca zr^Ii die zwo Seiten derjenigen durchschneidet / als ttund r. Richte darnach aus ^ und ? zwo winckelrechte Linien über sich bis an diel^incHin clcvarioniz 8t/li, als da sind KI 0 und l^ ()., welche dieselbige berührenin 0 und ().. Diese zwo Linien werden uns anzeigen / wie hoch der Zeiger oderdie Stange von der Wand erhöhet werden soll / damit sie die Stunden recht zei-gen möge. So du derowegen aus d^ und l? zwey winckelrechte Stanglein in gros-ser Proportion nach den verjüngten Maß genommen an der Wand aufrichtest/und bey 0 und ().zwey runde Löcher machest/ in der Weite als die Stang dick seynsoll/ welcher beyder Löcher cemra just die Puncten 0 und (^ oder die l^meäm,c!cv2tic>nl8 3t/I, observiren / das ist nicht höher noch nidercr als dieselbige stehensollen / und durch dieselbige ein eiserne Stang oder Zeiger flössest / dieselbige auchalso versiehest/ daß sie nicht weichen möge/ so wird alles recht vollendet seyn und dieStunden recht gezeigt werden.

Dieses ist also die Beschreibung / wie an eine weit abweichende Wand oderMaur künstlich ein Sonnen. Uhr zu verzeichnen seyc/ welche dem kunstliebenden Le<ser zu Nutz und Gefallen kürzlich Hieher zu bringen ich nicht hab unterlassen könnennoch MM denselben dienstfreundlich bittend / daß er solches in gutem und mit

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