Druckschrift 
1 (2005) Ms. B 1 bis B 100
Entstehung
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Ms. B91

einer Pergamenthandschrift des Corpus iuris canonici (glossiert), Nordfrankreich (?), um 1300;Haupttext zweispaltig mit schlichten roten und blauen Fleuronne-Lombarden sowie vereinzeltenInterlinearglossen; Rahmenglosse von einer anderen Hand, wenig spätere Zusatzglossen von einerdritten Hand (Glossen nicht identisch mit den Glossa ordinaria des Bernardus Bottonius, Hs.verglichen mit Druck GW 11451). Erhalten: Text und Glossen von X 4.2.5-13 (De desponsationeimpuberum) als freistehendes Bl. hinter Bl. 227 und als ehemaliger, heute freistehenderRückspiegel Fragment eines Einzelbl. (28 x 24,5) aus einer zweispaltigen hebräischenPergamenthandschrift, geschrieben im traditionellen Aschkenaz-Typ, daher kaum näher datierbar(jedenfalls vor 1500); vereinzelte Randglossen. Erhalten: babylonischer Talmud, Traktat BabaBatra, 37b~39a gemäß der Druckausgabe von D. Bomberg, Venedig 1520/23. Dankenswerterweiseidentifiziert durch Dr. Gianfranco Miletto, Halle. Aus derselben Hs., jedoch von einem anderenSchreiber, Vorderspiegel von Ms. B 125 auf den äußeren Rändern der Innendeckel Leimabdruckevon dort ursprünglich zusätzlich zu den Spiegeln (s.o.) verklebten Fragmenten zweier lat.Handschriften, vorne: 15. Jh., Inhalt theologisch; hinten: 14. Jh., offenbar Wortkommentar.

1510/11 von Henricus de Gerresheim geschrieben (vgl. 145 vb , 225 vb ), ausgenommen 26 va -27 ra :wahrscheinlich geschrieben von Vitus de Gladbach (Händevergleich mit Ms. B 90; vermutlich auchbeteiligt an Ms. B 89). Henricus de Gerresheim (t 1536/37) war Mitglied des DüsseldorferKreuzherrenkonvents (vgl. Ms. B 23; auch nachweisbar in Ms. B 59, 60, 89, 90, 138), wo die Hs.demnach geschrieben wurde, wo sie auch gebunden wurde (s.o.) und zu dessen Bibliothek siegehörte, vgl. l r Besitzvermerk des frühen 16. Jh.: Liberfratrum cruciferorum in Duyseldorp.; es folgtvon derselben Hand kurzes Inhaltsverzeichnis zum Band. Ende 1812 kam die Hs. in die HofbibliothekDüsseldorf auf dem Vorderdeckel Düsseldorfer Signatur- und Titelschild des 16. Jh.: Hieronymipsaltehum secundum lxx a . Eiusdem psalterium ex hebreo cum explanacione. S 53 [?] l r auf demunteren und dem rechten Rand Inhaltsverzeichnis zum Band von Peter Joseph Bohlen, 18.2.1755,endet: ... 6) S. Hieronymi translatio Psalterii ex Textu Hebraeo, cum glossa Nicolai Triveth, ordinisPraedicatorum; qua glossa opus fuisse scribit Descriptor propterea quod translationem prodictamsumpsisset ex Codice corrupto [vgl. 225 v ]. Ita notabat Pet. Jos. Bohlen, Anno 1755, 18. februariiauf dem Rücken Titelschild (Düsseldorf, nach 1812): Hieron. in psalte<...> secund. LXX ... <Ms.cha>rf. !<...>.

Van de Pasch, Bibliotheca, S. 2, 39, 44 van den Bosch, Observantie, S. 135, Anm. 16 KrämerS. 172 Handschriftencensus Rheinland Nr. 548 Finger, Bibliotheken, S. 226, Anm. 55.

l ra - 145 vb EXPOSITIO PSALTERII IUXTA LXX ET CANTICORUM UTRIUSQUEtestamenti. Traditionell als Ps.-Hieronymus angesetztes Kommentarwerkwohl des 15. Jh.; auch Frankfurt/M. StUB Ms. Barth. 74, 291 r M22 va (15.Jh. Mitte); Neapel BN XVI. A. 17, fol. 1-154 (15. Jh.); Neustift KlosterBCod. 190, fol. 1-67 (15. Jh.; nur die Psalmenerklärung). Da die Hs. inNeapel von Arnoldus Kempenich de Colonia (vgl. Stegmüller RB, s.u.;dieser wohl kaum der Verfasser; zu einer Person dieses Namens vgl.Keussen Bd. 1, S. 94; Rep. Germ. Bd. 4, Sp. 135), also gleichfalls voneinem am Niederrhein ansässigen Schreiber geschrieben wurde, könnte dasWerk dort auch entstanden sein. Es gliedert sich wie folgt (weitereTextproben bei Stegmüller RB; s.u.):

- (l ra -137 ra ) Expositio Psalterii iuxta LXX. >Incipit explanacio sanctiIheronimi super psalterium secundum translationem septuagintainterpretum. Prologus.< Prolog: [Beatus vir ... Ps. 1,1] Quidam putantistius psalmi clavem ... de viro iusto interpretamur. >Explicit prologus.Sequitur psalmus primus.< Text: Beatus vir ... [Ps 1,1]. Quis beatior

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