Druckschrift 
1 (2005) Ms. B 1 bis B 100
Entstehung
Seite
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Ms. B 81

Z. 1-17); Santoro (1992/93; s. VI.) S. 234 f.; femer CPL Nr. 1368; CPPMBd. 1, Nr. 4046, 6074.

153 v Heberolle, altsächsisch. Liste von Naturalienabgaben umliegenderHöfe an das Essener Kanonissenstift bzw. das dortige Brauamt (?);einführend: Schmidt-Wiegand (1980; s. V.); Druckausgaben und weitereLiteratur s.o. - Am oberen Rand unleserlicher Rest eines kurzen Vermerksin Rot (Überschrift ?).

Ms. B 81Gregorius I. papa

Pergament 109 Bl. 26,5-27,5x21 Nordfrankreich oder Werden (?)9. Jh., 3. Drittel

1989 restauriert Lagen: (III+l) 7 + 9 IV 79 + (IV-2) 85 + 3 IV 109 heute freistehende Bl. 1, 109waren vor der Restaurierung jeweils auf den Lederüberschlag der Deckel des alten Einbandes (s.u.)geklebt, infolgedessen l r Beschriftung fast vollständig abgelöst, 109 v dagegen nur unerheblicheTextschädigung; außerdem mehrere Lagen Textverlust nach Bl. 109 unterer Rand von Bl. 13, 62,86, 88, 92-94, 96-97 herausgeschnitten, bei Restaurierung ergänzt (außer Bl. 13) Schriftraum 20-22 x 16-17 24-27 Zeilen karolingische Minuskel; Auszeichnungsschrift häufig Capitalisrustica, stellenweise Unziale wahrscheinlich 1 Hand (80-85 v evtl. weitere Hand)Überschriften in hellem Rot (stellenweise Zusatz von Silber) oder in Braun, letztere teilweise vonwenig späteren Händen nachgetragen; 2 r , 10 r , 12 v , 52 v , 55 v , 59 v , 68 v , 99 r , 104 r , 106 r schlichte, zumeist3-4-zeilige braune Flechtband- bzw. Rankeninitialen, teilweise mit Deckfarben orange, grün, braungefüllt; 2 r , 17 r , 18 r , 19 r , 21 r , 75 r auf den Rändern kleine Ornament-Skizzen von einer oder mehrerenwohl hochmittelalterlichen Händen, oft Griffelskizzen (unter Quarzlicht sichtbar); 67 r auf leererunterer Seitenhälfte schwach erkennbare Feder- und Griffelskizzen: Initiale X (?), Gebäude,Akanthusblatt, Hand, Gewandteil (?).

Heutiger Einband von 1989: weißer Schweinslederbezug über Holz, zwei Lederstreifen alsSchließbänder ursprünglicher Einband separat verwahrt: eingedunkelter Lederbezug über Holz,

vielleicht noch aus der Entstehungszeit der Hs., dem Stil der Capitalis-Aufschrift auf der Innenseitedes Rückens (s.u.) zufolge jedenfalls spätestens 11. Jh.; innen schmale Einschnitte im Lederbezugwohl für Schließbänder; in den Deckeln Pergament-Makulatur, früher zwischen Deckelholz undLederüberschlag bzw. unter Bl. 1, 109 der Hs. (s.o.) eingeklebt, bei Restaurierung ausgelöst und jetztzusammen mit dem Einband lose verwahrt: ' Vorne Bl. aus einer lat. Handschrift des 9./10. Jh.(Text der einen Seite weitgehend verblaßt), enthaltend Teile eines frühmittelalterlichenmoraltheologischen Traktats, erhalten sind Abschnitte zu ,De divitibus', ,De homicidis',überwiegend Bibelzitate, außerdem zitiert: Gregorius I. papa, Isidorus Hispalensis. 2 Hinten Teil einesDoppelbl. (Faltungsspuren) mit Blindliniierung, leer bis auf eine Federprobe von einer Hand des9./10. Jh. (aus Ps 41,4).

Hs. wurde nach Bischoff, Hss. 9. Jh. (s.u.) im 3. Drittel des 9. Jh.wohl" im nördlichen Frankreichgeschrieben; jedoch kann nicht ausgeschlossen werden, daß sie in der Benediktinerabtei St. Liudgerin Werden entstand (so Gerchow und Karpp; s.u.), wo vermutlich die Lektionenziffern (monastischeVierteilung) auf den Rändern hinzugefügt wurden (s.u.) und aus dessen Bibliothek die Hs. stammt,

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