Ms. B 69a
Ms. B 69aFlores auctorum
Papier • I+131 + IB1. • 21x14 • Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent (?) •um 1450-1460
Wz.: Traube (Siebpaar) ~ PiccFr I 400/407 (1452; auch in Ms. B 40, Ms. B 41, Ms. B 54 und Ms. B64, Teil II); Ochsenkopf Typ PiccO VII 375-377 (1449-1463; auch in Ms. B 41 und Ms. B 54) •Lagen: 10 VI 120 + V 130 + 1 Einzelbl. (Bl. 131) • Lagensignaturen ab <al> (Bl. l r ), <a2> (Bl. 2 r ),usw. bis <15> (Bl. 125 r ), an vielen Stellen abgeschnitten • Schriftraum 15 x 9 • 28-33 Zeilen •anspruchslose gotische Hybrida • rubriziert.
Neues braunes Rindleder über Holzdeckeln; Teile des ursprünglichen Lederbezugs (15. Jh., 2. Hälfte)wurden wiederverwendet: zwei- und dreifache Streicheisenlinien bilden zwei Außenrahmen und einRautenmuster im Mittelfeld; Einzelstempel Blüte fünfblatt (rechteckig, umrandet) und herald. Lilie(klein, offen) • Spuren einer Schließe • Fragmente Bl. I und Bl. 132: zwei Teile eines Bl.,ursprünglich Spiegel; Pergament, je 20,5 x 13,5; gotische Kursive; 15. Jh., 1. Hälfte. Teile einerUrkunde, wegen Leimresten und Abnutzung nur stellenweise leserlich; Schreibsprache westl.niederdt. oder östl. mittelniederl.
Der Wz.-Befund läßt vermuten, daß die Hs. um 1450-1460 entstanden ist. Da die beiden hiervorkommenden Wz. auch in Hss. belegt sind, die mit Sicherheit oder großer Wahrscheinlichkeit imKreuzherrenkonvent Düsseldorf geschrieben wurde, liegt es nahe, daß auch vorliegende Hs. dortentstanden ist. Außerdem hat der Schreiber am Anfang des hier überlieferten Werkes vermerkt, daßdie von ihm geschriebene Handschrift dem Kreuzherrenkonvent Düsseldorf gehört (s.u.). Auch dieserVermerk ließe auf die Düsseldorfer Schriftheimat der Hs. schließen. Der Einband ist vermutlichebenfalls dort entstanden. Die alte Signatur auf dem Vorderdeckel (>D< mit einer entferntenErgänzung) bezieht sich wohl auf die Bibliothek desselben Klosters.
Kurz, Augustinus, 5,1, S. 143 • Krämer S. 172 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 526.
l r - 129 v FLORES AUCTORUM. (l r -2 r ) Kapitelverzeichnis. >Hee sunt rubricesive capitula de Floribus {Floribus verbessert aus autoribus) autorum.< Devera scientia et sapientia >I<. De fide >II<. De spe >III<. Decommendacione spei >IIII< ... - ... De ieiunio >CXXIII.< De dilectione Deiet proximi >CXXIIII<. >Explicit tabula.< (2 r -129 v ) >Incipit über quivocatur Flores au forum (au forum verb. aus patrum). Et pertinet fratribusSancte Crucis in Dusseldorp.< >Versus.< Autorum Flores en collegimeliores I HU tribuunt mores et nos ducunt ad honores. >De vera sapientiaatque scientia. Capitulum primum.< Nichil scientia suavius, nichil sapienciautilius, nichilprudencia melius, nichilstulticiapeyus ... -.../actus est homo,ut ego fiam filius Dei. Et sie estßnis. >Laus tibi sit Christe, quoniam überexplicit iste< (Colophons Nr. 22408). - Thematisch angeordnete Blütenlese
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