Einleitung
alte Bibliothekskatalog in Ms. B 4 und die altsächsischen Heberollen in Ms.B 80, wo sich zudem - gleichfalls auf altsächsisch - Glossen zu Gregors desGroßen Evangelienhomilien und eine Allerheiligenhomilie finden.Desweiteren sind hervorzuheben: aus der hochmittelalterlichen Kommentar-literatur ein Apokalypsenkommentar in Ms. B 19 und ein Bibelkommentarim dritten Teil von Ms. B 26; aus der Kanonistik das 'Regimenconscientiae' und weiteres in Ms. B 24 sowie aus der spätmittelalterlichenHomiletik das in Ms. B 46, Ms. B 47 und Ms. B 48 (sowie Ms. B 168)überlieferte Predigtwerk des Weseler Kartäusers Theodoricus Bollick.Seltene oder singulare Werke der Verfasser Johannes Blomendal (Ms. B 7)und Arnold Heymerick (Ms. B 75) wie auch informative Pilgertexte in Ms.B 39 und eine ungewöhnliche Version der 'Visio Tnugdali' in Ms. B 93tragen desweiteren zur Bedeutung des Bestands bei.
Auch die Makulatur der katalogisierten Handschriften wartete zuweilenmit einer Überraschung auf. So fanden sich als Spiegel von Ms. B 50 undMs. B 51 Überbleibsel eines zuvor nicht bekannten Kommentars zuAlexander de Villa Dei aus der Feder eines Magisters Johannes aus Kölnrespektive Frankfurt am Main. Für die Forschung zum hebräischenSchrifttum von Interesse sind Fragmente eines babylonischen Talmuds inMs. B 91 (und Ms. B 125).
Die mit der niederrheinischen Herkunft der meisten Handschriften desBestands einhergehende, allerdings nur sporadische Überlieferung auchmittelniederdeutscher (teils die Grenze zum Mittelniederländischen über-schreitender) Texte ist durchweg von Bedeutung. Für den vorliegendenKatalogband zu nennen ist Ms. B 82 mit den Evangelienhomilien Gregorsdes Großen, die auf der Übersetzung des 'Bijbelvertaler van 1360' fußen,sowie die Übertragungen der Hoheliedpredigten Bernhards von Clairvaux inMs. B 42 und einer größeren Anzahl von De tempore-Predigten Jordans vonQuedlinburg in Ms. B 94a.
Zur Anlage dieses Katalogs
Die Beschreibungen des vorliegenden Katalogbandes sind gemäß den„Richtlinien Handschriftenkatalogisierung" (zuletzt in der 5. Auflage von1992) der Deutschen Forschungsgemeinschaft erstellt und daher imallgemeinen Aufbau standardisiert. Wie dies die Beteiligung von dreiBearbeitern erwarten läßt, wird der Benutzer des Bandes allerdings mit dreiim Detail abweichenden Erfassungsansätzen, man könnte auch sagen:Katalogisierungsschulen konfrontiert. Wo genau die Unterschiede und wodie Gemeinsamkeiten liegen, erschließt sich unmittelbar bei Lektüre des
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