JoDa nun also die Entfernung derSchaambeinen bey dieser Frau zwey und einhalber Zoll groß angegeben wird, semuste der kleine Durchmesser des Beckentdrey Zoll betragen, und die Schaambeinthaben sich von dem heiligen Bein ohngefählvier Linien weit entfernen muͤßen; nach ebendieser Berechnung, welche ich vorhin gemachthabe, folgt, daß der von dem Herrn Stgault durch die Operation gewonnene Raumwenigstens fünf und ein halber Zoll, undin der Fläche vierzig Linien groß seyn musteEr war folglich großer, als er erforderlichwar; immittelst wir einen viel größern Raunals er nöthig hatten, und unsere Operationuns nur einen, gegen dem seinigen viel klei-nern verschaffen konnte. Man muß unstrei-tig nur diesem Unterscheid allein die Schuldbey-* Dieser berühmte Geburtshelffer versichert, zwey und eihalber Zoll groß Weite zwischen denen Schaambeineserhalten zu haben. Indeßen mußte diese Entfernunggroßer als diejenige seyn, die ich erhielte, selbst nachdem Grundsatz, den ich hier angezeigt habe. Ich habedoch an Leichen von wohlgebauten Frauen eine so großeEntfernung nicht erhalten können. Ich kann hievorkeine andere Ursache angeben, als daß die heiligen Bei-und Hüftbeinbander und Knorpel an dem Ende eineSchwangerschaft schlaffer, und folglich der Ausdehnungfähiger sind.W.F.
Druckschrift
Johann Pet. Brinckmanns Bemerkung über die neuerdings vorgeschlagene, und an einer Kreissenden verrichtete Operation der Durchschneidung der Symphyse der Schaambeinen
Entstehung
Seite
50
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten