Druckschrift 
Johann Pet. Brinckmanns Bemerkung über die neuerdings vorgeschlagene, und an einer Kreissenden verrichtete Operation der Durchschneidung der Symphyse der Schaambeinen
Entstehung
Seite
48
Einzelbild herunterladen
 

48platt ist, und während der Entfernung die-ser Beinen vorgeht, so sieht man, daß sichwürklich ein nach Maaßgab der Entfernungverhältnißmäßiges Leetes, auf die Art er-zeugt, wie ich es dargethan habe: aber auchdaß ein guter Theil des gewonnenen Raumsmit dem auf den Seiten des Beckens be-findlichen Raum sich vermischt und ohne ei-nigen Nutzen verwechselt, weil daselbst keinRaum nöthig ist, immittelst der andereTheil nach vornen zu gegen die Schaam-beine und dem Hüftbein sich befindet, so ist ebendas hier der einzige nützliche Ort des Raums,und den man für den gewonnenen haltenkann, weil es auch allein nur hier nöthigwar. Daraus erkennet man die Wahrheitmeiner Lehre, die ich schon gesagt habe.Wenn man das einmal für wahr an-nimmt, so begreift man, daß man sich durchdiese Operation keinen Raum noch Will-kühr verschaffen, und man einem unförmlichgestalteten Becken nur mehr oder wenigerabhelffen kann.Daß je platter das Becken ist, destoweniger man von der Operation zu hoffenhabe, und daß folglich der Herr Sigaulteinen weit beträchtlicheren Vortheil vor unsgehabt