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Dichterische Idole : Heine, Horaz
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kämpf mit den echten Deutern der Leidenschaft auf, kranken vorEifer, endlich auch einmal den Ton echter Empfindung zu treffen,um schließlich dennoch auf der Sandbank des ausgesprochenenAberwitzes kläglich zu scheitern. Es sind dies die Empfindsamenunter den Meistersingern. Die Größe ihres Unglücks ermessendieselben gleichwohl nie: ganz im Gegenteil erachten sie die heroischeAnstrengung für einen vollen Sieg und zögern nicht, unaufge-fordert und ungereizt, ihr

«x«ßi tuuliaiukuluin Kkrs ^Lrsuuiu.8anzustimmen auf deutsch:

Ich bin ein deutscher Nichter,In deutschen Landen bekannt;Und nennt man die besten Namen,Wird auch der meine genannt

und zu beanspruchen, daß die Welt ihnen Glauben schenke.

Wer es unternehmen wollte, sich aus dem Buche derLieder die weltliche Erscheinung des Sängers zu schaffen,würde zu einer Gestalt gelangen, wie sie grotesker nicht erdachtwerden kann. Ähnlich dem Lateiner Horaz, gleich diesem klein,fett, lüstern und fpöttisch hat auch Heinrich Heine seinganzes Leben lang nichts anderes als ein lustiges Schweinchensein wollen, obwohl er mit weiser Rücksicht auf die veränderteZeitlage, im Gegensatze zu dem römischen Klugkoser, nicht dieLebensfreude, sondern den Seelenschmerz zu seinem Brot-studium machte:

Den Gärtner ernährt sein Spaten,Den Bettler sein lahmes Bein,Den Wechsler seine Dukaten,Mich meine Liebespein.

Ich schrieb bet nächtlicher LampeDen Jammer, der nie traf;Er ist bei Hofmann und CampeErschienen in Kleinottav!