20Schaam= und heiligen Bein nicht gar zu engeseye, indem aus dem vorhergehenden erhellet,daß obgedachter Durchmesser durch die Tren-nung der Schaambeinen aufs beste, nur um sehrwenige Linien erweitert werden kann, und manfolglich keinen hinreichenden Platz auf dem We-ge für's Kind gewinnet. Und solten endlich mehr-mahlen dergleichen Fälle vorkommen, als der ge-lehrte Herr Sybold behauptet angetroffen zuhaben, wo durch gänzliche Verwachsung und Ver-knöcherung der Schaambeinen und derselben Bän-dern, die Trennung obgedachter Knochen äuserstbeschwehrlich geworden war, so verdienet dieseBemerkung um so viel mehrere Rücksicht.2tens. In denen Fällen aber, wo man aufalle Weiſe das Leben des Kindes zu erhalten be-dacht seyn muß, ist wohl ohne allen Zweifel derKayserschnitt vorzuziehen, als wobei das Kindfast immer lebendig zur Welt gebracht wird.Man muß sich daher bey solchem Fall, sobald wie möglich zu einem oder anderem dieserMittel entſchließen, damit nicht die Kreiſſendeihre Kräfte durch's Verzögeren verliehre, und dasKind ebenmäßig Gefahr laufe zu sterben. — Un-terdessen glaube ich doch an der anderen Seite,daß in sehr vielen Fällen die Geburtshelfer garzu mißtrauisch gegen die Natur sehen, und zumgrösten Nachtheil der Kreissenden und wohl auchdes Kindes übereilt glauben, die Entbindung könneplatterdings nicht anders als durch die Kunstgeschehen. In dem hier beschriebenem Falle en-digte die Natur ganz glücklich die Geburt, nach-dem
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Johann Pet. Brinckmanns Bemerkung über die neuerdings vorgeschlagene, und an einer Kreissenden verrichtete Operation der Durchschneidung der Symphyse der Schaambeinen
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