stimmen, da ich die Person nachher nur höchstselten habe sehen und nie bey dem Verbande ge-genwärtig seyn können. Unterdessen ist mir dochversichert worden, daß die Person nach geschehe-ner Operation ihren Urin immer recht gut habelassen können, auch nicht über sonderbare Schmer-zen in der Gegend der Blase geklaget habe. Hie-raus sollte man daher schliessen, daß, wenn eineſolche Einklemmung der Blaſe die Urſache desBrandes abgegeben habe, selbige erst bald vordem Tode entstanden seye. Unterdessen ist diesnichts anders als eine Muthmassung.—Vielleichtentsteht aber auch nach dieser Operation, von derAusdehnung und gewaltigem Reitz, welchen zumTheil die Harnblase selbst, größtentheils aber der-selben Hals mehrentheils anstehen muß, eine Artvon Entzündung und nachheriger Brand. Mankann freylich hierauf antworten, daß die Urin-blase in einem sehr schlaffen und weichen zellich-tem Gewebe liege, folglich bey geschehener Aus-dehnung der umliegenden Theilen leicht nachge-ben könne und daher nicht so geschwind Gefahrlaufe, von dieser Ausdehnung ebenfalls merklichzu leiden; allein, ich glaube, eine mehrere Er-fahrung wird dieses hauptsächlich entscheidenmüssen. — Gewiß ist's unterdessen, daß bey die-ser Operation die Aponevrosen der untern Bauch-muskeln und die Geburtstheile selbst, bald nachder Trennung stark auseinander gedehnet werden.Wie leicht hieraus schädliche, ja sehr schlimmeFolgen entstehen können, brauche ich hier nichtzu sagen. — Auch muß es fast jederzeit gefähr-lich seyn, die Knochen des Beckens nach geschehe-ner Operation durch eine gewaltsame Art nochmehr
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Johann Pet. Brinckmanns Bemerkung über die neuerdings vorgeschlagene, und an einer Kreissenden verrichtete Operation der Durchschneidung der Symphyse der Schaambeinen
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