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Johann Pet. Brinckmanns Bemerkung über die neuerdings vorgeschlagene, und an einer Kreissenden verrichtete Operation der Durchschneidung der Symphyse der Schaambeinen
Entstehung
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erzeugenden Callus, der nach und nach knöchernwird, aneinander. Da ich vorher gezeiget habe,daß man die Enden der getrennten Schaambeinenie bis zur völligen Berührung wieder aneinan-der bringen kann, so ists klar, daß nach dieserOperation immerhin mehr oder weniger von sol-chem Callus erzeuget werden muß. Ob aber,im Fall man durch keine andere Kunstgriffe dieEnden der getrennten Schaambeine wenigstens,in etwas näher aneinander bringen will, nichtebenfalls wegen der alsdann nothwendig sehrlangwierigen Kur andere schlimme und gefährlicheUebele entstehen würden, muß die Erfahrung leh-ren. Da in diesem Fall ein Callus von ein undeinem halben Zoll erzeuget werden, auch selbigerbis zur rechten Festigkeit des Beckens, knöchernwerden muß, so kann wohl die völlige Genesungauf diese Art nicht anders, als langwierig, unddaher wegen lange nothwendiger Lage in groͤß-tentheils einer Stellung des Körpers leicht sehrnachtheilig seyn. Solte die Erfahrung aber die-se Furcht zernichten, so wäre diese Heilmethodeauch deswegen vorzüglich gut, weil bey dersel-ben, das Einklemmen der Urinblase zwischenden Enden der Schaambeinen fast gar nicht wirdzu befürchten seyn. Ueberhaupt wird man aberdas simple Eindringen der Urinblase zwischen diegetrennte Schaambeine nicht leicht verhüten kön-nen. Man wird daher jederzeit sehr auf ſeinerHuth ſeyn müſſen, daß nicht irgendwo ein Theilder Blase eingeklemmet werde. In diesem be-schriebenen Falle scheinet würklich solches geschehenzu seyn. Zu welcher Zeit nach der Operation sichdieses aber zugetragen habe kann ich nicht be-stimmen,