13Siebentens. Jetzt fand man aber, daßder Durchmesser von den Schaambeinen nach demheiligen Bein etwas über einen und einen halbenZoll betruge, folglich der Durchgang für des Kin-des Kopf bey diesem Umstand unmöglich gewe-sen. — Der Durchmesser aber von beyden Darm-beinen betrug sich weit über sechs und beynahesieben Zoll.Dieses ist nun eine ganz getreue, obwohlkurze Schilderung desjenigen, was ich bey dieserOperation und nachher wahrgenommen habe. Esseye mir jetzt erlaubt, nur einige Ideen, welchemir bey dieser Gelegenheit eingefallen, zur Prü-fung vorzulegen.A. Aus dem vorhin angeführten drittenArtikel erhellet, daß die beyden Schaambeine mitleichter Mühe sich trennen ließen. Dieses schei-net den Satz zu bestätigen, daß die Natur selbstbey verschiedenen beschwerlichen Geburten dieseKnochen mittels Ausdehnung der Bänder etwasvon einander entferne, um den Durchmesser desBeckens zu vergrösseren. Und muß ich bei dieserGelegenheit eben erwehnen, daß ich in Paris ein-mahl ein Becken von einer Frau, welche wenigeStunden nach der Geburt gestorben war, umdie sämmtliche Bänder des Beckens zu erhalten,präparirte, und bemerkte, daß sowohl die bey-den Schaambeine als auch die ungenannten undheiliges Bein einige Linien auseinander gedehuetwaren. Bei dieser Person war aber das Beckenrecht gut und natürlich conformiret. Sie waraber sehr sett, folglich waren ihre Ligamentenviel-
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Johann Pet. Brinckmanns Bemerkung über die neuerdings vorgeschlagene, und an einer Kreissenden verrichtete Operation der Durchschneidung der Symphyse der Schaambeinen
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