11bis Abends sechs Uhr zu, ohne die Mutter ent-binden zu können. Und weil diese so sehr abge-mattet war, und anfangende Ohnmachten nebsthippokratischem Gesichte und unterlassendem Pulsebekam, muste man von allem operiren abstehen.Sie wurde daher ins Bette gelegt, wo sie sichnach und nach wieder etwas erholte. GegenAbend eilf Uhr fieng das Kind an vorzuschiessen,und ein bey ihr wachender Wundarzt zog mitleichter Mühe das Kind völlig heraus, welchesein Mädgen, auch übrigens ordentlicher und pro-portionirter Größe war. Ich hätte gewünschetdie eigentliche Größe und Schwehre des Kindesbestimmen zu können, allein diß ist mir unmög-lich, da ich dasselbe nicht gesehen habe. DieNachgeburt gieng ebenfalls nachher glücklich weg.Auf diese Weise endigte sich diese Geburt. Denfolgenden Tag befand sich diese Persohn ziemlichwohl, klagte zwar über ziemliche schmerzhafteEmpfindung im ganzen Körper, welches wohlhauptsächlich den Ermüdungen des vorigen Ta-ges wird zuzuschreiben seyn. Der Unterleib warund blieb aber aufgetrieben. Es zeigte sich zwardie Reinigung, aber keine Milch — Sie behielteFieber und Engbrüstigkeit; sagte, daß sie immereinen Geschmack verspührte, als wenn sie Man-delmilch getrunken hätte, und starb am zehntenTage. Weil ich ſeit geſchehener Operation meh-rentheils ausserhalb der Stadt seyn muste, konnteich ihre Umstände und Zufälle nachher nicht sogenau beobachten. Unterdessen weiß ich doch daß siea. nicht über sonderbahre Schmerzen imRücken geklaget, und gar keine Zeichen einer Ent-zündung
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Johann Pet. Brinckmanns Bemerkung über die neuerdings vorgeschlagene, und an einer Kreissenden verrichtete Operation der Durchschneidung der Symphyse der Schaambeinen
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