Druckschrift 
1,2 (1786)
Entstehung
Seite
137
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137Hofmann (a) der Kraft der Haargefässen eszuschreibt, und mit Recht zuschreibt, daß derin den Stein gebrachte Keil von trokkenemHolze, wenn er angefenchtet wird, Mühlen-steine sprenget; so kann ich glaub' ich auchihr mit Grunde zuschreiben das Vermögen un-sern Körper zu vergröseren und zu nähren;zumal da uns das Fett und vornemlich dieGalle, indem sie den Grimmdarm gelb fär-bet (*) unter anderen lehren, daß unsereFeuchtigkeiten durch unorganische Löcher durch-dringen(a) S. Abh. von der Empfindlichk. und Reizbark. derTeile 2c. §. 935. S. 176.(*) Dies Färben der Gedärme von der Galle könntefür dise Meinung wenig beweisen, wenn dasseine Richtigkeit hätte, was die neueren Zer-gliderer schreiben: nemlich daß die Galle erstnach dem Tode ausschwize und die von derGallenblase berürte Gegenden färbe. Allein ichglaube nicht, daß dises allgemein wahr ist.Wenigſtens hab' ich Leichen, die an Kopfwunwunden gestorben waren, nicht lange nach tih-rem Tode geöffnet, und die Gallensarbe wahr-genommen. Doch villeicht machen Kopfwundenkeine Ausnahme, weil durch sie die Galle inBewegung gesetzet wird.