Druckschrift 
1,2 (1786)
Entstehung
Seite
109
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109Speichel gemacht hat, so kann ich die Mei-nung des Herrn Marrherr so platterdingsnicht annehmen, wie scheinbar sie auch seinmag. Denn da Herr Weber erfahren hat, daßder Speichel, wenn man ihn mit Oel in ei-nem gläsernen Gefässe wohl zerreibt, zu einerFeuchtigkeit werde, die der Milch dem An-sehen nach änlich ist, und daß dasselbige ge-schähe, wenn Brod mit Butter oder einemandern Fette lange gekauet wird (a); so sehich nicht ein, warum man nicht rechtmäsigvilmehr sollte schlisen können, die weisse Farbedes Milchsaftes rüre daher, daß der Gekrös-drüsensaft sich mit dem Oele der Speisen undder ihm und den Speisen zugemischten Gallevermische, da die Galle bekanntermasen vielOel (*) besizet und die Speichelsäfte, wie icheben(2) S. Ant. de Haen praelect. in H. Boerhave: Instit.patholog. edit. Wasserberg Tom. V. p. 200.(*) Dies wird unter anderen dadurch bewisen, daßsie so wol, wie die Gallensteine, wenn sie ins