569das raisonniren über den Gegenstand seinesSchmerzes zu bringen. Jedes Raisonniren übereine gegenwärtige Empfindung, kan, wie Sieaus dem vorhergesagten wissen, keine andereWürkung machen, als was im physischen, dasKratzen eines Theils, welcher stark jucket verur-sachet, nemlich das Uebel nur ungleich ärgermachen, in so fern dadurch dasselbe nemlich soviel öfterer und lebhafter vergegenwärtigt wird.Nur allein kan in solchem Fal Zerstreuung helfen,um jede Erinnerung und Empfindung, so als-dann ins übertriebene ausartet, wieder zu er-sticken.Jedoch ich mus abbrechen, und Sie aufdie oben angeführte Abhandl. von Campe;und andere zurükweisen. Mir ist 's jezt genugIhnen die Art und Weise so wol, als dieHauptgesetze gezeigt zu haben, nach welchensich Empfindsamkeit zur Erlangung der gehöri-gen Seeleufeſtigkeit entwickelt. Sie ſind alſojezt um so mehr, im Stande, jede Ausartungso viel leichter zu erkennen und die gehörigenMittel dagegen zu finden. Nur dieses erinne-re ich noch als eine Haupterziehungsregel hie-bei, daß es jederzeit die ersten Sorgen desErziehers seyn müssen, bei seinen Zöglingenhauptsächlich diejenigen Seiten ihrer Empfind-samkeit auszubilden, von welchen Sie in ihrergewissen, oder wahrscheinlichen künftigen Be-stimmung am meisten werden gerühret werden:und denselben nicht minder die große und wich-tigeN u
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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