536be einen heftigen Karakter, und findet einenihm sodann unerträglichen Widerstand, so kanes seyn, daß man einen unglücklichen Katilinadaraus gebildet hat. Schrecklich können dieFolgen davon seyn. Und in der That wärediese Erziehungsart für solche, die mit einemungerechten und grausamen Despoten leben sol-ten, ganz zweckwidrig; da lezterer gewiß da-durch nicht in der Ausführung seines Willenssich würde stören lassen. Denn, wenn je einWeg iſt, Große der Welt von Ausführungſchädlicher Plane zurükzubringen, dann iſt esder, auf welchem der Große Sülly fast im-mer so glücklich war, seinen zwar Großen,aber heftigen König Heinrich den vierten, nachseinem Wunsche zu lenken. Er zeigte sich nem-lich seinem Könige bei jeder Gelegenheit, alsben rechtschaffensten, für seinen König jederAufopferung fähigen; aber auch als einen ganzfreimüthigen, ehrlichen und festen Mann. Erverkaufte bekanntermaßen, da es dem Königean Geld zu gebrechen anfieng, seine beträchtli-chen Waldungen, und brachte demſelben das da-raus gezogene Geld, um den Krieg fortsetzenzu können. Aber eben dieser Sülly hatte, dader König in die Marquiſin von Verneuil ver-liebt worden war, ihr die Ehe versprochen hatte,und im Begrif stand den Ehekontrackt derselben zuüberreichen; jedoch solchen vorher ihm zur Durch-sicht gab, Herz und Muth genug, nicht alleinden Ehekontrackt in Gegenwart des Königs zuzerreissen; sondern selbst, da der König ihndarauf
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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