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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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478Sie wenden mir aber ein, daß man aufobigem Wege Gefar laufen würde, aus denKindern unausstehliche Raisonneurs im eigent-lichen Verstande zu ziehen. Allein dieser Ein-wurf zerfällt von selbst, wenn ich Ihnen sagt,daß, wie Sie nachher sehen werden, das allerbenerste Bemühen des Erziehers seyn mus,jungen Zögling in den ersten Zeiten zu einemganz blinden Gehorsam anzuhalten; und aufder anderen Seite nie mit demselben, über Un-auf dietersuchung theoretischer Grundsätze sichArt zu besprechen, sondern jederzeit überschehene, oder noch zu verrichtende Thatsa-chen, und deren in die Sinne fallende Folgenſich zu unterhalten: mit einem Wort, ihn nichtzum schwätzen, sondern zum würken anzuhalten.Wenn lezteres geschieht, so ist Ihre Furchtwiß eitel; denn nie ist ein Raisonneur, ein thä-tiger Mann gewesen.Ich komme nunmehr auf die Festigkeit,welche dem Menschen nöthig ist, um den aufTrieseren und inneren bestimmungswidrigenDurchben genugsam widerstehen zu können.Festigkeit verstehe ich nemlich, diejenige Er-genschaft der Seele, vermöge welcherMensch mittels harmonischer Richtungner gesammten Seelenkräfte, den ihm einleuchtenden besten Endzweck, aus allen Kräf-mitten, und selbst wenn es nöthig ist,170Aufopferung aller minder wichtigenbenendzwecke, und möglichster Wegräu-mung