Druckschrift 
Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
Seite
427
Einzelbild herunterladen
 

427render Geburt, fürnemlich in der letzten Pe-kiede derselben, immerhin die, Säfte der Mut-ter in eine gewaltige Bewegung und Hitze ver-ſetzet: da nun der Umlauf des Bluts zwiſchenRutter und Kind noch gemeinsam geschiehet,kan's ja nicht fehlen, daß solcher, gleichmäßi-Veränderung im Körper des Kindes hervor-bringe. Und weil endlich die Theile des Kin-währender Geburt von so manchen Seitengepreßet, und dadurch dem Umlauf des Blutesinderniße gelegt werden, so muß ja sodannHerz des Kindes so viel mehrere Gewaltinwenden; mithin wird das Blut, in die übri-gen Theile mit so viel grösserer Heftigkeit her-ingetrieben. Der Einwurf, daß viele andereauf dieſe Weiſse mit gutem Erfolge gemachtoben, ist völlig unbedeutend, so lange mancht beweisen kan, daß dieſes dem Wege deratur gemäß gehandelt sey; und wenn schonund da ein Kind die Probe ausgehaltenrecht stark dabei geworden, so darf sol-es doch gar nicht zur Gründung einer Regelenen, bis man die Harmonie dieses Verfah-mit dem der Natur erwiesen hat. Hie-ist man aber hierin noch weit entfernt;man nicht einmal, wie aus dem vorhin ge-gten erhellet, vorher wissen kan, ob mancht dadurch den Zunder zum früheren Todedes Kindes legen werde. Und in dem Fal bleibtoch wol bei jedem rechtschaffenen Christen kei-Wahl mehr. Die Griechen, welche nochsorgfältig alles erforschten, was die Kin-der