420ters der Mensch komt, der aus seinem Schlaf,mit der Empfindung irgend einer ihm angetha-nen Beleidigung aufgewecket wird; weswegenselbst die Gesetze denselben in manchen solchenFällen weniger strafwürdig erklären. Mon-taigne sagt, (a) daß sein Vater ihn in seinerJugend deswegen nie anders, als durch eine aseinem Bett gemachte Musik, aus dem Schlehätte aufwecken laßen. Und da es nichtgeläugnet werden kan, daß währendem letztren Schlafe in der Morgenstunde, die eigeliche nützlichste Ausdünstung vor sich gehet,sehen Sie ein, warum einige Menschen,oft sie zu frühe aus ihrem Schlaf aufgewecket,oder gar aufzustehen genöthiget werden,zeit ein merkliches Unbehagen, ja öfterskanliche krankhafte Zufälle bekommen.seyn,daher bei vielen Kindern äusserst schädlich,sie zwingen zu wollen jederzeit frühe auf-ſtehen. — Als eine ganz weſentliche Sache mußich Ihnen ferner noch anrathen, Ihren Ki-dern nie sehr weiche und gemächliche Bettengeben zu laßen. Denn, wenn die KinderBettpfinden, daß sie gar zu gemächlich imliegen, dann geſchiehet das nemliche waswelcden ausgesuchtesten, leckeren Speisen,den Gaunen sehr reitzen, sich zuträgt;man nemlich, aus Wollust und nicht mehr ausver-Bedürfniß, die Sache begehrt: Das Kindlangt sodann bei der geringsten Empfindung(⁸) Essaix &c. liv. 1. Ch.XXV.
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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