38Mit dem Durſt verhält es ſich in gewißersicht nicht viel anders, als bei dem Hun-Selbiger ist nemlich eine besondere Em-ing von Trockenheit und Reitz auf der Zun-auptsächlich aber im Gaumen, welche mitBegierde und Lust, nach dem Genuß ir-ines flüßigen Körpers verbunden ist. Derst also ebenfals eine Empfindung, de-ſache nicht zu jeder Zeit im Körper exi-ondern nur in einer bestimten Zeit er-wird. Da diese Empfindung jederzeitnde, hauptsächlich aber im Gaumen undröws gefühlet wird, so müßen auchjenigen empfindlichen Theile liegen, ingewißer, in Rücksicht auf sie, zuscharfer Saft stärker würken, und die-tränderung hervorbringen muß, welche,der Seele mitgetheilet wird, in unsindung erreget; welche wir Durst nen-komt also nunmero auf die EntdeckungEigenſchaft an, welche die Säfte imhaben müßen, wenn sie im Gaumenhervorzubringen. vermögend seynumöglich kan es die nemliche Schärfee den Hunger erreget. Denn, wennhungrig ist; dann sind seine Säftehöchst flüßig, und verrathen nichtZähigkeit; wohingegen selbige heimgentheil ſo zähe werden, daß derSpeichel nicht wol ausspeyen kan,ihm am Gaumen beinahe klebenin man dieses überlegt, und nach-her
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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