362grossem Nutzen das Wasser geben, welches ei-nigemal über mageres Ochsenfleisch aufgewallet,und einige wenige thierische Theilchen aufgtlöset hat.Ueber das eigentliche Maaß der Speisenwerde ich aber im folgenden Briefe mit Ihnenreden. Jezt wil ich Sie nur noch ehe ichschliesse, warnen, Ihren Kindern keine geistigeGetränke zu geben. Der Körper der Kinderist so beschaffen, daß er, wenn er übrigegesund ist, genähret, aber nicht gereitzetwil. Die starken Getränke, wohin man Bra-rech-wein, Wein, jedes sehr geistige Bier ꝛc.nen mus, reitzen aber ungemein, und betäutnachher. Sie treiben das Blut ſtark nachKopfe, welches in diesem Alter ohnehinzu stark dahin getrieben wird; wie das insem Alter gewöhnlichere Nasenbluten schonwol-zeigt. Wenn Sie nun ferner bedenkenbautlen was ich Ihnen vorhin gesagt habe,werden Sie leicht den Grund von dieſembot einsehen. Die Alten welche aus ihrendern so starke Menschen bildeten, die aufkörperlichen Stärke, den Leidenschaftenabenfals so sehr zu wiederstehen vermochten,denselben keine solche geistigen Getränke; sondernaberWasser war bei ihrer übrigens simplen,oratundübungsvollen Lebensart, ihr Trank.spricht von der Enthaltung von WeinLei-Wolluſt, als den nöthigſten Dingen fürbes-erſte Jugend, wenn ſie ihre volkommene
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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