Druckschrift 
Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
Seite
348
Einzelbild herunterladen
 

348und das Fieber zu mindern, als eben diese nattürlich warme Muttermilch, die nun ohne un-gleichen Druck und Gewalt, nach allen Sei-ten gleich stark hervorquillet und befeuchtel-Endlich lehret die Erfahrung, daß das Kindsich durch nichts sicherer und anhaltender be-sänftigen lässet, als dadurch, wenn ihm die Brustgereichet wird. Nun ist aber nicht zu läug-nen, daß die bei dem Kinde so hoch manchmalgestiegene und durch nichts anders zu zähmendedieUngeduld nicht allein den Schmerz,gemeine Spannung und das Fieber ſehtvermehren müsse, sondern daß selbst dadurchwol einmal der Schmerz bis auf densten Grad steigen und dem Leben desdes durch zulezt erregte Gichter ein Endechen könne. Sie sehen also, daß niemandsich mit dem Gedanken beruhigen dürfe,doch so viele Kinder ohne die Brust glücklicherzogen würden. Denn, wer kan hiersichern, daß die Kräfte des individuKindes so stark seyn, daß es die mitner Natur nicht übereinstimmende Nahrungwerdedergestalt umschaffen und aßimilirendaß keine gröbere Theilchen in den Gekr-Drüsen, oder anderen Theilen hangen bleibenund den Anfang zu einer Verstopfungnachherigen Dürrsucht oder anderen Krankheitgendsabgeben? oder daß nicht solten nichtbearbeitete Theile in den Säften mit herum-geführet werden, und diese sodann allerlei unddentlichen Reitz und Krämpfe, ja Zuckunghervoll