226engen, zu schwehren, oder auch zu steifen Kl-dung erfolget. Man kan ſchon aus der Erfarung denselben leicht abnehmen; denn,der Druck lange genug anhält, so verliehrtgedruckt gewesene Theil so gar das Vermögſich je wieder gehoͤrig bewegen zu koͤnnen.Muskeln des äussern Ohrs können zumweiſe dienen. Da es nemlich zu einemmeinen Vorurtheil geworden, daß esauffehe, wenn die Ohren weit vom Kopfestünden, so werden selbige gleich von derburt an fest an den Kopf angebunden,damit nicht allein in der Jugend fortgefahrensondern man thut solches auch noch imfreilich wol nicht so sehr alsdann deswegen,um die Haube zur Nachtszeit um den Kopbinden. Dagegen bleibt auch bei den mehrMenschen nicht die allermindeste Spureiner Muskularkraft derer für die Bewedes Ohrs beſtimmten MuskelfaſernWenn wir die Natur betrachten, soches auch gar kein Wunder; denn daman, daß jedes lebende Gefaͤß ein immerrendes Beſtreben hat, ſeinen Raummindern, und daß, so bald es den Wiederstüberwindet und die Seitentheile zusammenDieslen, das Gefäß ganz verwächset.schiehet in gar kurzer Zeit selbst bei denBlutgefässen, wie man bei den neug-Kindern sehen kan, bei welchen die St. PaulKanäle, durch welche vordem, ehe dasker dem Athemholen durch die Lungen getroffen
Druckschrift
Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
Entstehung
Seite
226
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten