214gleich sind, so fliessen sie alle in einander; undes kan eine beſondere Empfindung in dem 5eben so wenig existiren, als eine besondere Far-he exiſtiren kan, wie ſie aus der Naturlehrewissen, wenn man von allen Hauptfarben einegleiche Menge derselben unter einander mischet.So bald aber nun der Mensch mittels mehrererAnstrengung seiner Einbildungskraft die Em-pfindlichkeit eines besonderen Theils erhöhtso wird diese Harmonie gestöret, und er ent-pfindet dieſen Theil ſo lange als dieſe Stdrung des Gleichgewichts seiner Empfindunganhält. Sie sehen auch hieraus leicht ein,unnütz es dem gefunden Menschen schon wür-gewesen seyn, wenn Gott ihn so geschafhätte, daß er seinen Körper im gesundenstande gefühlet hätte. Denn hier ist auchmonie: im gesunden Zustand solte nemlichKörper, die Seele nicht stoͤren; aber im krankenZustand desselben, solte die Seele so viele Em-pfindungen davon erlangen, als dem Menſ-nöthig ist, ihn anzusetzen diejenigen Mittelsuchen, welche zu seiner Selbsterhaltung dienekönnen. Sie begreifen leicht, Mein Freiwarum ich mich hierin so weit eingelassen,solches vorausgeschicket habe. Denn, woman die Natur mehr meiſtern, als bei derziehung? Zittern ſolten alle diejenigen dieses thun, und dem weisesten Schöpfer dadurchselbst, wenn ich mich so ausdrücken darfHandwerk fallen wollen. Aber zittern müsseEuch die, welche mit ungewaschenen Händeeine
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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