200zen und Freuden der Seelen, die körperlicheEmpfindungen dämpfen, so bald nemlich ersteremit einer hinreichenden Kraft würken kan, sienicht zu läugnen. Dem grösten, in Aus-führung einer schlechten Handlung begriffnen Barbaren, darf nur irgend ein amEindruck machender edeler Gedanke aufsloßen,so wird er zurückprellen und vor sich selber zutern. Wäre mein Brief nicht schon so lansund wie ich fürchte für manchen langweiligworden, dann könnte ich hievon verſchiedetBeweise aus der Geschichte anführen. Esaber auch außerdem ſattſam aus der Erfahrungbekannt, daß gute, edle, der Sittlichkeitgebene Menſchen, ſchon jederzeit inGrade Beherrſcher ihrer Sinnlichkeit ſind.hingegen alle diejenigen welche ihren Leidenschaften den Zügel laßen, von jedem auchgeringsten Reitz, zur thörichtsten Befriedigungderselben hingerißen werden. KurzFreund! es ist unleugbar wie Sie sehen,Sinn-die Menſchen ihre Empfindlichkeit, ja ihrelichkeit bemeistern können: Nur freilichdurch eine positive ihnen eigenthümliche,schaffende Kraft, sondern allein durch die genugſame Erhoͤhung und Entwicklung der alleswiegenden und unterdrückenden Seelenkräwelche nur allein mittels ꝺer noͤthigen ꝺeutchen Begriffen zur Aufklärung und Erkenntnißder gehörigen Bewegungsgründe, wie auchoft genug wiederholten Uebung zu solchem Zugehörig entwickelt werden kan. Ersteres
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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