172den Begriffen, welche sie vermittels ihrer Siu-nen davon erhielten; so wissen Sie doch, wieleicht die Sinnen trügen, und Fallazien allerArt den Menſchen hinter das Licht führenGeſelt ſich nun hiezu Uebereilung; oder einegewisse Trägheit, mehrere Data zu sammlen,ehe man die Schlußfolge ziehet, dann sehenSie leicht, warum man im gemeinen Leben smanche Trugschlüsse, folglich auch bei der Er-ziehung macht. Mehrentheils wird jede Er-ſcheinung, der unmittelbar vorhergehenden Sachezugeschrieben. Möchte doch bei diesen und allen anderen ähnlichen Fällen das, in der Kunstrichtige Schlüsse zu ziehen, mehrentheils so unerfahrne Publikum wenigstens sich mehr angewöhnen, nichts gewisses in solchen Fällen zu be-stimmen, sondern zu denken: Entweder komtdieſe Erſcheinung von der eben vorhergegangtnen Sache her; oder, sie entstehet von einer mehrentfernten; oder vieleicht von allen beiden-Jede Einwurtzlung des Irrthums würdedurch verhütet werden, und die Wahrheitmer freien Zutritt zur Seele behalten. Bei derErziehung der Kinder, wo ſo viele Verändrun-gen vorfallen; so m achfaltig wuͤrckende Um-stände sind, ist dieser Betrug so leicht; unddiese Warnung desto nothwendiger. Sie wer-den sich gleich noch mehr davon überzeugen.Es giebt nemlich Menſchen die ſo glücviellich gebauet, und deren Lebenskräftevermö-
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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