169entgegengesetzten Wege zu erlangen. Die Ur-sachen dieses Misverständnisses liegen wol grös-tentheils darin, daß man an der einen Seiteſich unrichtige Begriffe von dieſen Kräften ge-macht, selbige so zu sagen zertheilt hat; undjeder dann denjenigen Theil der Kräfte in sichſelbſt, oder in ſeinem Zögling zu erhöhen ſuchte,welchen man vorzüglich schätzte, ohne dabei dieeigentliche Rücksicht auf das Ganze zu neh-men.Dieſes leztere iſt aber platterdings un-intbehrlich nothwendig, so lange das Ganze,Ganzes bleiben sol. Und an der anderenliegt die Urſache des Irrthums darin,man aus einzelnen Versuchen und Erfah-gen, übereilte und unrichtige Schlüsse gezo-hat.Ueber beide Ursachen wil ich michIhnen in diesem Briefe unterhalten.„20.Wenn Sie sich einen lebendigen und gesun-hierischen Körper vorstellen, dann werdeneicht einsehen daß die verschiedenen Verän-gen, so an demselben 1 so wol innerlichusserlich, wahrgenommen werden, unmög-von einerlei Art Kraft ihren Ursprung neh-können; sondern daß dazu nothwendigschiedene, und in ihren Richtungen selbst ent-jengesetzte Kräfte zusammen kommen müssen,aus dem. Menſchen dasjenige werden, undbleiben sol, was er zufolge seiner Na-seyn mus. Es gehört nemlich dazu nichteine gewisse bestimte mechanische Einrich-verschiedener Fasern und Gefässe, sondernauch
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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