141sezten, worin die ersten Christen sich währendden heidniſchen Verfolgungen befanden, und inwelcher ihnen natürlicher Weise, alle Lust undMuth zur Bildung und Erhaltung des Kör-pers vergehen muſte. Es bleibt mir alſo jeztzu untersuchen noch übrig, warum dann bisauf unſere Tage die Gymnaſtik ſo gänzlich iſtversäumt worden. Hievon wil ich Ihnen nochein paar Worte sagen. Ich suche die Ursachendavon in folgenden Umständen.Bei den alten Teutschen wurden wie be-kannt, die Leibesübungen zu den ritterlichen Be-schäftigungen gezählet; und der Bürger dersel-nicht werth gehalten. Sie konnten folg-nicht allgemein werden. Der zweite Standgte sich daher auf den Ackerbau, oder aufHandel. In keinem von diesen Ständenes weder auf Anstand noch Fertigkeit inperlichen Verrichtungen an: und da nachherentdecktem Kompaß, die Schiffarth so hochgetrieben, und mit so unzähligen neuen Pro-ruckten, auch eben so viele neue Bedürfniße;mit dem neuen Golde auch Lust, undglichkeit zur Befriedigung der Bedürfnißegemeiner wurde; so muste überal der eintre-ende Luxus alle Winke zur Wiederherſtellungder Gymnastik unterdrücken. Bis auf welchenGrad der ſo hoch geſtiegene Luxus in unſerenTagen, jeden Begrif von der NothwendigkeitLeibesübung verdränget hat, kan man ausjetzigen Zeitvertreiben in müßigen Stundender
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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