Druckschrift 
Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
Seite
132
Einzelbild herunterladen
 

132sein Reich nicht von dieser Welt seye, und sei-ne Diener deswegen nicht auf derselben leibtlich zu kämpfen hätten: ja, als Petrus beiseiner Gefangennehmung das Schwerd zog unddem Malchus das Ohr abhieb, verwiesdemselben solches auf's nachdrücklichste, und be-fal ihm sein Schwerd in die Scheide zu stcken. Da nun bei den Christen gleich anfangedie Hauptvorschrift war, ihrem KönigeDenken und Handeln gleich zu werden, aufangeflißentlichste sich zu bestreben, so musteſchon jeder Gedanke von feindſeeliger Gegenwehr, mithin auch von jeder kriegeriſchen L-besübung ihnen um so mehr zuwieder seyn,sie noch gar keinen eignen Staat ausmachten /mithin auch kein Gedanke von Vertheidigungdes Staats bei ihnen aufsteigen konnte.nicht allein dies, sondern ihre ganze Verfaßungbrachte mit, daß ihnen an der Erhaltung,Vervolkomnung ihres eignen Körpers nitlag Sie suchten nur ihre Seele zu retten.und achteten das irrdiſche gar nicht, ſondenkreutzigten ihren Körper, d. i. unterdrückten istsinnliche Begierde so bei ihnen aufstand.würklich muste den ersten Christen bei denbetroffen habenden Verfolgungen, die schonnach Christus Himmelfahrt anfiengen, alleihren Körper zu pflegen, vergehen. Derſtel ſagt daher ſelbſt Die Leibesübungwenig nütze. (a) Sie wären den Menschen(*) 1. Br. an Timoth. Kap. 4. v. 8.