129der Rath, alle goldne und silberne Münzenwegzuschaffen, und die eisernen beizubehalten.Aber er änderte selbst bald nachher diesenSchluß dahin, daß zwar der Staat das Goldbrauchen, aber der Bürger am Leben gestraftwerden ſolle, bei dem man goldne und ſilberneMünzen antreffen würde. Sie vergaßen aberbei diesem Gesetz, daß sie nicht dadurch dasNaturgesetz aufheben konnten, daß der gerin-gere ſich immer nach dem größeren bildet, undes nicht vergeblich heißt,Regis ad Exemplum totus componiturorbis,Ohnerachtet dieses Gesetzes, kehrte man sichdaher nicht an den Befehl des Raths. DieFolgen dieser Neuerung waren auch bald sicht-dar, und brachten ein so großes Verderbnißsich, daß als einige Zeit nachher Agis,König zu Sparta, die alte Zucht wieder her-stellen wolte, er über diesen Versuch so gar seinleben verlohr. — Eine Folge des Luxus warauch ein zu großer Werth, welchen man aufschönen und mehr vergnügenden Künste setz-diese wandelten zuletzt mit all ihrem Zau-unter dem Volke herum; und indem manzu viel mit ihnen beschäftigte, gieng Lei-desſtaͤrke, Moralität, Gluͤckſeeligkeit der Fami-lien und das Wohl des Staats zu Grunde. —gendwo war aber der Luxus mit allen sei-schädlichen Gefährten so sehr eingerißen,als
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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