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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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126Ueberdem ist auch noch folgendes hiebei zu be-trachten: Der Mensch fühlt sich nemlich zumGenuß erſchaffen; bemerkt er nun ein Gutesso er erreichen kan, so bestrebt er sich solchesbis auf den äußersten Grad zu genießen, ver-gißt aber dabei, daß jeder übertriebene Genuß,kein Genuß mehr, sondern wahre Herabwürdi-gung des Guten ist, welches nachher den wohl-thätigen und angenehmen Einfluß für ihn nichtmehr haben kan. Da es nun den Meüschenmehrentheils in dergleichen sinnlichen Sachenan dem gehoͤtigen Tackt fehlt, um zeitig genuszu beſtimmen, bis auf welchen Grad der Ge-nuß einer Sache wahr, und nützlich; oder falſchund schädlich seye, so begreifen Sie leicht, wiees in dem Zirkel der Dinge gleichsam un-möglich seye, daß ein und dieselbige Sachedem Menſchen auf die Dauer gleichmaͤßig nützlich bleiben könne; ja, daß es nicht wohlverhüten seye, daß die nemliche Sache, die insich so gut war und so vielen Nutzen stifteteauf die Dauer nicht solte offenbaren Schadenausliefern. Genug, der Mensch übertreibtmehrentheils alles, und verdirbt sich selbst sei-derVergnügen. Das nemliche geschahe mitGymnastik. Ich muß Sie hier bitten sichdasjenige zu erinnern was ich Ihnen im drit-ken Briefe, über die Entstehung der Athletengeſagt habe. Dieſe uͤbertrieben nicht alleinwie Sie wißen ihre Uebungen, um dem Körpereinen dem Ganzen nicht mehr angemeßenenwenn schon von einer Seite noch so glänzen