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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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119und sieht Dinge, welche man ohne Schaamrö-the nicht nennen mag. Dieses wird bald zurGewohnheit, und am Ende zur Natur. Dieunglücklichen Kinder lernen dergleichen Dinge,ehe ſie noch wiſſen, daß ſie Laſter ſind, undbringen Liederlichkeit und Schwäche mit in dieSchulen, So weit Quinctilian. Wenn ichnicht glaubte, daß Sie dieſes Gemälde treffendgenug und jedes andere überflüßig halten wür-den, könnte ich Ihnen den Pendant aus demJuvenal (a) noch hiehinsetzen. Aber jetzt hal-ſch's überflüßig.Nummer wird 's wol M. F. unnöthigseyn weitläuftige Vergleichungen über den Werthunſrer Erziehung mit der der alten Völker, die ſogern der Natur allein folgten und so lange siedieses thaten, fühlten daß nur auf diesem We-ge eigentliche physische Glückseeligkeit zu erhal-ten möglich seye, anzustellen. Wie weit sindaber wir noch wol hievon herabgestimt?welche uns unüberwindlich ſcheinende Hinder-nisse zeigen sich nicht noch überal der Einfüh-rung einer algemeineren Verbesserung der Er-ziehung? Warlich, Mein Freund! bei aller Be-mühung ſo vieler redlichen und groſſen Män-ner, die in unseren Tagen wieder mit einemihnen nie gnug zu verdankenden unermüdetenFleiß und Unerschrockenheit an der Verbesserungder(2) Säryc. 14.