—Dreizehnter Brief.Sie begerten meine Meinung daruͤber;unsre Erziehungsart besser seye als die derten: und warum die gymnastische Erziehungganz aus der Mode gekommen wäre. IchIhnen in beidem wilfahren. Was den erſtPunkt betrift, so wil ich Ihnen nur eine kur-Schildrung des moralischen Zustandes derten Griechen und Römer vorlegen, nachdelbei ihnen schnelle Vermehrung des Reichthumund eingeschlichene fremde Sitten den Luztund die Weichlichkeit eingeführet, das Bedätniß vervielfältigt, die Manieren zwar verfeiſſetaber die Sitten vergifter hatten. Die Erfahrunglehrte nemlich daß bei diesen Völkern nachgeschlichenem Luxus, an statt der vorigen augezeichneten Stärke der Seele und des Körpfnicht allein Weichlichkeit desselben, undschlaffung jeder Art, sondern überdem einallerlei vorhin unbekannter, entkräftenderfälle sich eingefunden hatte: und ausserdeHabsucht, Eigennutz, Bedrückung, MißkrächMißbrauch der Kräfte für Privatabsichten,gegen aber Kraftlosigkeit für öffentliche Un-nehmungen, gänzliche Ergebung an allerLaster, mithin Aufhebung aller Moralitätdie Stelle der vorhin bei ihren Väternwundernswürdigen Festigkeit getreten
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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