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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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86aus dem Aristoteles. (a) Dieser befal nem-lich da er von der Erziehung der Knaben sprach,ganz ausdrücklich, daß den Knaben gar nichterlaubt seyn solle, Tragödien oder Jamber(die dramatischen Stücke waren nemlich bei denAlten gröſtentheils in Jamben geſchrieben) fruͤhezu lesen, bis sie zu den ordentlichen Gastmalen,um mit zu Tische zu liegen, eingeladen wordenwaren. Xenophon sagt, (b) daß die altenPerser mit ihren Kindern von der Geschlechtliebe nie eher gesprochen hätten, als bei derAnnäherung des männlichen Alters. Nachdem Plutarch scheute sich der alte Cato vorseinen Sohn eben so, als vor den Bestalinnen /in deßelben Gegenwart, etwas unmoralischessagen, oder sich nur mit ihm zu baden. DesAthleten, welche doch sonst eine so sehr unddentliche, ja abscheuliche Lebensart führetes,ward wie Basilius sagt, (c) fürnemlich weillsie sich zu ihren Spielen vorbereiteten, nicht einmal erlaubt schöne Weibspersohnen anzuschauen.Wie sehr sie endlich es unter sich sichSchande rechneten, wenn sie von dieser Seiteihrem Verbote untreu wurden, lehret die Cschichte des berühmten Athleten Eubatas, u.che Aelian erzählt. (d) Die ſchoͤne undrühmte Lais verliebte sich nemlich sterblichdenselben und entdeckte ihm ihr Begehren.(a) Lib. VII. Polit.(b) Cyrop. C. 5.(c) Homil. 52.(d) Var. Hist. L. 10. C. 2.