22verdienen war. Die Schwelgerei muste alsovon selbst wegfallen; und wie Mangelsdorfferner sagt (c) die gemeinschaftlichen Mahlzei-ten der Spartaner bei dem strengen Verbothäuslicher Gastereien, blieben undurchdringlichWehren gegen Ueppigkeit und Entnervung.Die alten glücklichen Perser, welche inihrer Erziehung bei ihren Kindern nichts alsStärke des Körpers zum Ausdauren, undGlückseeligkeit durch Rechtschaffenheit hervorzu-bringen bemüht waren, und ihre Söhne vomſechſten bis zu dem ein und zwanzigſten Jahrnur zu drei Dingen, wie Herodot sagt, an-führten, (b) nemlich zum Reiten, zum Bogensschießen und zum Wahrheitreden, gewöhntensich selbst und ihre Kinder zu einem ausserok-dentlichen Grad der Mäßigkeit. Die gewoͤhntliche Kost der Knaben war Brod, Kreße undWasser; und dieses genossen sie mit Maßen,zur bestimmten Zeit und mit Enthaltung. Uebelthaupt war nach dem Zeugniß von Xenophon (c)die Enthaltung von Speiſe und Trank mit einihrer wichtigeren Regeln der Erziehung Aufder Jagd, welche einer ihrer Hauptbeschäfti-gungen ausmachte, führten sie niemahls mehrals auf einen Tag ungekochte Speiſen mitZuweilen geſchah es aber, daß ſie wol zweckTage und eine Nacht auf der Jagd verweilten,ohne(a) Lib. Cit. p. 76.(b) Lib. 1.(e) Cyropæd. Cap. 2.
Druckschrift
Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
Entstehung
Seite
82
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten