73ten Beschaffenheit der Säfte aufs möglichsteunterhalten und durch nichts gestöret würde.Es war und blieb daher eine ihrer ersten Sor-gen, die Leibesübungen dergestalt einzurichten,daß alle natürliche Ausführungen des Körpersnicht allein nicht gestöret, sondern so viel mög-lich befördert würden. Alle Einrichtungen, wel-che hiezu etwas beitrugen, wurden daher vonihnen noch als nothwendige Theile der Gym-nastik angesehen. Diese bestanden nun in zweienHaupteintheilungen, wovon eine die Vorschrif-ten, wie die natürliche Ausleerungen des Kör-pers zu beföderen seyen lieferte: und die ande-re, die Vorſchriften enthielte, auf welche Wei-ſe die Mäßigkeit in verſchiedenen Dingen zubeobachten ſeye.Galen (a) und Avicenna (b) sagen aus-drücklich, daß die Leibesübungen nie eher mitSicherheit in Rücksicht auf die Gesundheit ge-halten werden könnten, bis die natürliche Aus-leerungen geschehen, und man aus derselbenEigenſchaft erkannt habe, daß die den vorheri-gen Tag genommene Nahrung würklich ver-bauet seye. Sie riethen daher jede heftigeUebung ab, wenn der Urin noch ungekocht,das iſt in blaßer Farbe weggieng; und ſtundenan bis er mehr ins gelblichte fiel. Unter diese(a) 2. de tuend. Valet. Cap. 2.(b) Lib. fen. 3. Doc. 2. Cap. 3.
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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