48hatte; sondern der auch einem jedem, Zeit undStunde und was er darin thun solte vorschrei-ben muste. Man nennte ihn Gymnasiarcha,oder wol Præfectus Gymnasii; er stand ingroßem Ansehen, und hatte ziemlich unbe-schränkte richterliche Gewalt, wovon sie zumZeichen einen Stab trugen. Ihre Würde be-kleideten sie aber gemeiniglich nur ein Jahrhindurch. Nach diesem folgeten noch andereLehrer und Aufseher, wie der Xystaccha, wel-cher nemlich überal in den Galerien des Gym-nasiums die Aufsicht hatte, und zugleich Zeug-nisse des Wohlverhaltens, und wer die Preißeverdienet hatte, ablegte. Er scheint mir auf-serdem viel mit der inneren Verfassung, oderOekonomie zu thun gehabt zu haben. Hippo-krates nennt ihn παλαισροφύλαξ; nach un-serer Art zu reden, war er also auch von dieserSeite ein Kastellan des Gymnasiums. Auf-serdem hatten sie noch Agonistarchas, welcheüber die öffentlichen Spiele und Kämpfe dieAufsicht hatten: ferner Pædotribas, und Gym-nastes u. s. w. Diese musten nach dem Galen(a) selbst Meister der Kunst seyn, und ausser-dem gründliche Kenntnisse aller Leibesübungenhaben, und hauptsächlich derselben Einfluß aufdie Gesundheit genau kennen, mithin für jedendas Maaß der Bewegungen zu bestimmen wis-sen. Sie mußten entweder würkliche Aerzte selbstseyn, oder doch in diesen Kenntnissen denselbengleich(a) L. II. de tuend. Valet. Cap. II
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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