ihren verschiedenen Seiten gehörig einsehen zukönnen; und dies doch höchst nothwendig sey,wenn man unter verschiedenen Umständen vondem Werth oder Unwerth einer Sache urthei-len wil. Sie wundern sich also nicht, wennich Ihnen sage, daß unter den älteren Aerz-ten, einige würklich aufstanden, welche die vonso vielen unter Ihnen als so höchst nothwen-dig angedrungene Bewegung, mithin die Lei-besübungen, dennoch öffentlich den Menschenals schädlich erkläreten. Erasistratus, und As-klepiades von Prusien haben sich hierin ausge-zeichnet. Die Gründe welche sie dagegen an-führeten waren nicht alle ohne Schein. DieMeinungen theilten sich aber; es entstandenalso Parthien; und nun muste dasjenige erfol-gen, was bei solchen für und wieder bestritte-nen Streitfragen geschiehet; man lernte nemlichdie verschiedene Relationen mehr einsehen, un-ter welchen diese oder jene Bewegung, diesemoder jenen Menschen, unter gewissen Umständenschädlich, oder nützlich seyn müsse. Das Pu-blikum gewann daher sehr viel bei diesem Streit.Man suchte nemlich nun, durch die verschiedenegegenſeitige Beobachtungen und Erfahrungengeleitet, die Gymnastik, oder Lehre von denLeidesübungen in eine systematische Wissenschafteinzufassen, damit dadurch jederman Nutzenverschaffet, und keinem an seiner Gesundheit Scha-den zugefüget werden möchte. Es wurde daherbei jedem Gymnasium einer angesezet, welchernicht allein die Oberaufsicht über das Ganzehatte;
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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